30 April 2009 | Kultur & Unterhaltung

Comeback in der Nationalgalerie

Die Nationalgalerie hat ihre "Arts Association Heritage Collection" eröffnet. Mit mehr als 1 400 Objekten bietet sie eine Abwechslung von älteren und jüngeren Bildern, Skulpturen, Schnitzereien und Körben der letzten 60 Jahre. Dabei sind Landschaftsdarstellungen, unter anderem von Jentsch, Schröder und Krampe, zeitgemäße Arbeiten von De Necker, Steyn und Viljoen sowie solche von Madisia, Sholongeni und Mvula, die nach der Unabhängigkeit entstanden sind, dabei. Alle sechs Monate wechseln in der Ausstellung die Objekte. Derzeit sind 82 ausgestellt. Nachdem die Ausstellung in den letzten fünf Jahren nicht angeboten werden konnte, sind Annaleon Eins und Elize van der Westhuizen von der Nationalgalerie nun seit einem Jahr damit beschäftigt, die Sammlung zu fotografieren und zu katalogisieren. Für die digitale Katalogisierung ist die Nationalgalerie aber weiter auf Spenden angewiesen, weil sie von der Regierung nicht unterstützt wird. Denn vor allem für Rahmen und Fotografen wird finanzielle Unterstützung benötigt. Denn mit den Geldern der Kunstvereinigung und der Gönnerfamilien Metje und Behnsen kann die Nationalgalerie gerade einmal das Minimum ihrer Arbeit finanzieren. Die Ausstellung kommt aber nicht nur der namibischen Gesellschaft und den Touristen zu Gute, sondern auch einzelnen Schulen und der UNAM, die die Ausstellung zur Kunsterziehung besuchen. So hat die Nationalgalerie für die Zukunft mehr Veranstaltungen geplant, zu denen Künstler, Botschafter, Architekten, ehemalige Mitglieder der Kunstvereinigung sowie Schüler und Lehrer eingeladen werden, um die Ausstellung bekannter zu machen. Besonders dankbar ist die Galerie für die Unterstützung der älteren Generation, da die in den 1940ern begeistert an der Kunstszene teilnahmen und sich heute dafür einsetzen, die Kunst in Namibia zu unterstützen. Mit dem Bildungsprogramm für junge Menschen will man aber auch das Interesse der jüngeren Generation gewinnen, damit sie die Nationalgalerie zusehends als ihr Museum anerkennen. So sagt Annaleon Eins: "Man muss eine solche Sammlung wie ein rohes Ei behandeln. Ein Museum ist eine Instanz, die eine Geschichte weiter erzählen muss."