30 April 2018 | Sport

Coetzee mit seiner Leistung zufrieden

Drikus Coetzee endet als Zehnter in der Gesamtwertung der Tour de Limpopo.

Vier Tage lang musste sich eine namibische Straßen-Radrenn-Mannschaft bei dem Auftaktrennen der Tour de Limpopo, einsetzen. Zwei Fahrer beendeten das Rennen nicht, aber ein namibischer Radfahrer schaffte es in die Top 10. Er fuhr allerdings als Gastfahrer bei einer südafrikanischen Mannschaft mit.

Von Stefan Noechel, Windhoek/Limpopo

Namibias Radfahrer Drikus Coetzee hat es während des viertägigen Auftaktrennens, der Tour de Limpopo in Südafrika, in der Gesamtwertung auf den 10. Platz geschafft. Über WhatsApp sprach Coetzee seine Freude darüber aus, dass es ihm gelungen war unter den ersten Zehn zu enden. Während der ersten Etappe des Rennens, beendete Coetzee die Strecke über 96 Kilometer als 24. Auf der zweiten Etappe über 175 Kilometer endete er auf Position sechs. Er endete an zehnter Stelle in der drittem Etappe (welches ein Mannschafts-Zeitrennen war) und fuhr schließlich am Donnerstag als 20. Teilnehmer der letzten Etappe über die Ziellinie. Dadurch endete er an zehnter Stelle in der Gesamtwertung.

An dem Rennen nahm auch das namibische Radrenn-Team NNCS-Pro-Cycling, bestehend aus den Fahrern Chipopeni Kashululu, Jafet Amukushu, Marckernzy Eiseb, Xavier Papo, Denzel de Koe und Gouws Wynandt, teil. Coetzee nahm indessen als Gastfahrer des südafrikanischen Rad-Teams „Office Guru“ an dem Rennen teil.

Tag 2:

In einem Interview sagte Coetzee, dass der zweite Tag eine erschöpfende Herausforderung für ihn war. Wenngleich der junge Fahrer aus Namibia diese zweite Etappe über 175 Kilometern auf Rang 6 beendete, so erklärte er: „Nach nur knapp 20 Kilometern hatten wir einen acht Kilometer langen Anstieg mit bis zu acht Grad Steigung zu meistern. Das war für mich ein sehr entscheidender Punkt, da ich meine Wasserflasche verloren hatte, als ich über eine Straßenunebenheit fuhr. Ich musste dann weitere 50 Kilometer an diesem sehr heißen Tag fahren, ohne Flüssigkeit zu mir nehmen zu können. Coetzee fügte hinzu: „Alle in der Gruppe haben mit mäßigem Tempo angefangen. Es wurde aber schwieriger, als die Etappengewinner des vorigen Tages sich von der Haupttruppe absetzten. Ich konnte mit den vorderen Fahrern mithalten und da es Bergpunkte zu holen gab, half mir meine Sprintkraft mitzuhalten. Beim Abfahrtsrennen, dass dem höchsten Punkt folgte, konnte ich wieder gut Zeit einholen und somit am vordersten Trupp dranbleiben“, so Coetzee. Starke Seitenwinde hätten ihn nach der 90-Kilometer-Marke zu schaffen gemacht, meinte er ferner. Dabei habe er alles aus sich rausholen müssen, um mit der Führungstruppe mitzuhalten. „Die letzten zehn Kilometer waren die Hölle für mich, alle griffen an, ich konnte jedoch durchhalten und als Sechster durch die Ziellinie fahren“, freute sich Coetzee.

Letzte Etappe:

Spannend wurde es nochmals am letzten Tag für Coetzee. „Man nahm meine Kletter- und Berganfahrts-Fähigkeiten sowie meine mentale Stärke zur Kenntnis, als ich in den letzten Zügen einer Etappe noch mal alles rausholte“ ‚ berichtete Coetzee. Dem fügte er hinzu, dass er zwar Teil des Hauptfeldes mit allen Trikot-Gewinnern war, doch diese letzte Etappe der Tour ihm alles abnahm.

„Es war eine Katastrophe, denn ich hatte eine Reifenpanne knapp 11 Kilometer vor dem Ziel. Ich war bis dahin auf Rang 5 der Gesamtwertung und musste mit der Reifenpanne weiterfahren, da ich nach vier Renntagen auf ein gutes Ergebnis in der Gesamtwertung der Tour gehofft hatte“, sagte Coetzee. Elf Kilometer musste Coetzee auf einem total platten Reifen fahren und hoffen, dass keiner seiner Verfolger ihn überholen würde. „Ich schaffte es ins Ziel, ohne dass mich die Verfolgergruppe erwischte, aber ich musste ein paar große Risiken in kniffligen Kurven auf mich nehmen, denn es war für mich wichtig, dass ich mein Gesamt-Finish in den Top 10 verteidigte“, schloss Coetzee.

Chipopeni Kashululu kam am ersten Renntag als 36. der namibischen NCCS-Pro-Cycling Mannschaft durch das Ziel, während am zweiten Renntag Dekoe an 56. Stelle und Jafet an 76.Stelle von 88 Teilnehmern das Ziel durchfuhren. Papo und Wynandt beendeten das Rennen nicht. Am letzten Renntag und somit der letzten Etappe, konnte sich die namibische Mannschaft nicht unter den Top-50 Mannschaften platzieren. In der Gesamtwertung endete de Koe auf Rang 53, Kashululu auf 63, während Jafet als Siebzigster endete und Eiseb Rang 68 besetzte.