13 Dezember 2019 | Lokales

Alte Gräber ­restauriert

Swakopmund (er) • Der umstrittene Swakopmunder Aktivist und selbsternannte Vorsitzender des namibischen Genozid-Verbandes (NGA), Laidlaw Peringanda, hat anlässlich des Tages der namibischen Frau am 10. Dezember eine Aufräumkampagne beim Swakopmunder Friedhof organisiert. Ziel: die mehr als 700 nicht markierten, flachen Gräber der Ovaherero und Nama, die zwischen 1904 und 1908 in einem dortigen Konzentrationslager ums Leben gekommen waren, zu restaurieren.

Rund 50 Personen waren seinem Aufruf gefolgt, worüber sich Peringanda im Gespräch mit der AZ-Schwesterzeitung Erongo erfreut zeigte. „Ich will dies zu einem jährliches Ereignis machen und, dass die nächste Generation von uns übernimmt. Wenn wir eines Tages nicht mehr dabei sind, werden die Gräber gänzlich verschwinden, weil sich die Stadtverwaltung nicht um deren Erhalt kümmert“, monierte er. Und: „Es ist unfair, dass die Stadtverwaltung lediglich die Gräber der Deutschen erhält und die der Herero und Nama im gleichen Friedhof vernachlässigt.“ Er fordert aus diesem Grund die Stadtverwaltung und den Stadtrat auf, aktiv zu werden.