25 Februar 2021 | Verkehr & Transport

Air Namibia Piloten in der Bredouille - 77 Piloten müssen um ihre Zukunft bangen

Windhoek (NMH/sno) - „Neben der unsicheren Zukunft, die die 77 Air-Namibia-Piloten erwartet, sind obendrein ungefähr 75 Prozent der Pilotenscheine verfallen. Grund dafür sind die monatelangen COVID-19 bedingten Flugsperren.“ Das sagte der Präsident des namibischen Luftfahrt-Pilotenverbandes (NAPA), Heino Jakob, im Onlineinterview (Klets Kompass) der Schwesterzeitung der AZ, der Republikein. Seiner Meinung nach sind Jobangebote bei anderen Fluggesellschaften auch „vom Tisch, da momentan in der ganzen Welt keine Flugrederei neue Piloten anwirbt“. Er betonte, dass nun viele Piloten ihre Karriere nicht mehr fortsetzen könnten.

„Aus einem Bericht der ‚Oxford Economics‘ von 2017 geht hervor, dass Air Namibia in dem Finanzjahr 2015/16 dem Staat ein Steuereinkommen von 316 Millionen Namibia Dollar eingebracht hat“, meinte Jakob, und fügte hinzu, dass der internationale Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) prophezeit, dass sich der Flugverkehr frühestens Ende 2024 normalisieren könnte. Es befindet sich momentan eine Gruppe namibischer Piloten zur Flugscheinerneuerung in Kairo. Diese sollen nach erfolgreichem Abschluss ihrer Prüfung in Namibia Training für andere Piloten anbieten. Auch müssen die drei Airbusse - zwei A330s und ein Airbus A319-100 - hundertprozentig in Ordnung gebracht werden und an ihre Eigentümer zurückbesorgt werden.