26 Mrz 2019 | Afrika

Absturz bei Babyparty: Pilot wird Mordabsicht unterstellt

Windhoek/Gaborone (cev) – Hinter dem tragischen Flugzeugabsturz im Südosten Botswanas wird ein versuchter Mord und gelungener Suizid vermutet. Das berichteten gestern diverse Medienhäuser, nachdem am Samstag ein südafrikanischer Pilot mit einem Flieger des Typs Beechcraft King Air B200 bei einem Matsieng-Flugfeld nur wenige Kilometer außerhalb von Gaborone zu Boden gekracht war.

Einem Bericht des Nachrichtenportals „The South African“ zufolge wurde der Pilot und einzige Tote als Charl Viljoen aus der südafrikanischen Nordkap-Provinz identifiziert. Seine Frau und er seien unter den rund 50 Gästen einer Babyparty beim Matsieng-Fliegerclub gewesen und sollen sich an dem Tag mehrmals „heftig“ gestritten haben. Angaben von „News24“ zufolge war der Südafrikaner betrunken und wurde schließlich von anderen Gästen gebeten zu gehen. Viljoen sei daraufhin mit dem Auto zum internationalen Flughafen Sir Seretse Khama gefahren, wo sein Arbeitgeber Kalahari Air Services gelegen ist.

Dort sei Viljoen unerlaubt in die Maschine gestiegen, woraufhin er am frühen Abend mehrere Tiefflüge über dem Matsieng-Landeplatz absolviert habe. Das Medienhaus „Netwerk24“ berichtete, der Pilot soll sogar aus der Luft einen Freund am Boden angerufen und gefragt haben, wo seine Frau sich aufhalte. Dem Portal „Eyewitness News“ (EWN) zufolge habe dieser Bekannte anschließend Alarm geschlagen, woraufhin die beunruhigten Gäste das Gebäude evakuiert hätten. Kurz darauf soll Viljoen bei seinem letzten Tiefflug Kurs auf das Klubhaus genommen haben und in das Klubhaus gekracht sein. Dabei seien mindestens 13 geparkte Fahrzeuge zerstört worden.