31 Dezember 2007 | Sport

Abschied nach langer schwerer Krankheit

Swakopmund/Windhoek - Bereits vor zwei Wochen hatte sich Bamfuchile in einer Klinik der sambischen Stadt Kitwe in ärztliche Betreuung begeben müssen. Schon seit einigen Monaten konnte Bamfuchile sein Amt krankheitsbedingt nicht mehr ausüben und die Nationalmannschaft Namibias nicht mehr betreuen. Namibias Fußballverband (NFA) reagierte mit Bestürzung auf den Verlust seines Trainers. "Wir sind geschockt und fordern alle Fußballfreunde im ganzen Land auf, den Angehörigen von Ben Bamfuchile ihr tief empfundenes Beileid auszusprechen", so NFA-Generalsekretär Barry Rukuro in einer Erklärung vom vergangenen Freitag. "Der Verlust von Ben löst bei uns tiefe Trauer aus und trifft uns schwer", so Rukoro weiter. Angaben zur Todesursache des Trainers machte der Verband jedoch nicht. Immer wieder mussten Namibias Nationalspieler in den vergangenen Monaten auf ihren Trainer verzichten, da Bamfuchiles körperliche Verfassung die erforderlichen Anstrengungen nicht mehr zuließ. Auch Teddy Malonga, Präsident des sambischen Fußballbundes, sprach von "einem großen Verlust für unser Land." Bamfuchile hatte als Nationaltrainer mit Sambia im Jahr 2000 die Qualifikation für den damaligen Afrika-Pokal erreicht.

Der erst 47-Jährige hatte Namibias Mannschaft am 5. Juni 2006 übernommen und dabei versucht, einen Neuaufbau des Teams voranzutreiben. Dabei setzte er verstärkt auf eine defensive Grundausrichtung seiner Mannschaft. Überraschend gelang es Bamfuchile, Namibia erstmals seit 1998 wieder und überhaupt erst zum zweiten Mal zum in wenigen Wochen startenden Afrika-Pokal in Ghana zu führen.

"Als wir von der Krankheit Bamfuchiles erfuhren, hatten wir alle gehofft, dass er sich schnell wieder erholen würde", so Rukoro. Hoffnungen, die sich nicht erfüllten und die NFA dazu zwangen den Holländer Arie Schaans zum Übergangstrainer zu machen. Bamfuchile selbst hatte den Trainer als seinen Assistenten ins Gespräch gebracht, da er eine ähnliche taktische Auffassung wie der Sambier und eine enge Verbindung zum holländischen Fußball besitzt. Am Wochenende hatte sich die Nachricht vom Tod Bamfuchiles in der Fußballszene Namibias schnell herumgesprochen. Bereits am Freitagmorgen legten die teilnehmenden Mannschaften des Christmas Cups in Swakopmund zu Ehren des verstorbenen Nationaltrainers eine Schweigeminute ein. Bamfuchiles Familie hatte umgehend die NFA informiert. "Der Verlust von Ben ist nicht nur ein schwerer Verlust für seine Verwandten und die Menschen in Sambia, sondern auch ein großer Rückschlag für den namibischen Fußball", zeigte sich Namibias Team/Manager Tim Isaacs traurig.

Ben Bamfuchile hinterlässt seine Frau Tina und sechs Kinder. Die Beerdigung soll in den kommenden Tagen stattfinden.