25 Mrz 2021 | Politik

160 Millionen N$ für Dürrehilfe

Hilfsmaßnahmen sollen betroffene Regionen stärken

Obwohl der größte Teil des Landes in diesem Jahr überdurchschnittliche Niederschläge erhalten hat, kampieren verzweifelte Farmer in der Kunene Region am Rande von Opuwo und sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Von Ellanie Smit und Jannik Läkamp

Die Regierung wird Medienberichten zufolge für einen Zeitraum von sechs Monaten Subventionen, deren Kosten auf 160,3 Mio. N$ geschätzt werden, für dürregeplagte Regionen einführen.

Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila sagte dies letzte Woche, als sie das Parlament über die Auswirkungen der Regenfälle und der Dürre im Land informierte.

In einem auf Youtube veröffentlichten Video gab das namibische Parlament bekannt, dass ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss unter der Leitung von Nono Katjingisiua gebildet wurde, um die Ausmaße der Trockenheit in der Kunene-Region zu ermitteln. „Momentan haben die Leute nichts zu essen. Aber die Regierung ist dabei, das zu ändern“, sagte die Leiterin. Marius Sheya, Gouverneur der Kunene-Region, bat die Regierung bei einer Ansprache an das Parlament um mehr Unterstützung und Hilfe in der Trockenheit. Laut dem Video unterstützt die Regierung die Region bereits seit Februar mit Notunterkünften, Tierfutter und Nahrungsmitteln. Die Registrierung von aufgrund der Trockenheit umgesiedelten Personen würde auch fortgesetzt.

Die betroffenen Gebiete seien Epupa, Khorixas, Opuwo und Seisfontein. Sie sagte weiter, dass das Team zur Bewertung der Auswirkungen des Regens berichtet hat, dass in der Kunene Region und den westlichen Teilen von Omusati und Erongo nur wenig Regen gefallen ist.

Die Landwirte in diesen Gebieten hätten eine beträchtliche Anzahl an Vieh verloren und seien teilweise auf der Suche nach Weideland abgewandert.

„Die Herausforderung der Beweidung aufgrund des fehlenden Regens bleibt die größte Sorge“, sagte die Premierministerin.

Die Verfügbarkeit von Wasser für die Viehzucht ist in einigen Teilen der Kunene- und Erongo-Region weiterhin ein Problem.

Kuugongelwa-Amadhila sagte, dass in diesen Regionen mehrere Hilfsmaßnahmen durchgeführt wurden. Dazu gehörte die erste Maßnahme, nämlich Nahrungsmittelhilfe, bestehend aus 600 Säcken Maismehl und 7 200 Dosen Fisch, die über zwei Monate an vertriebene Bauern, die am Rande von Opuwo kampieren, verteilt wird. Weitere 60 868 Dosen Fisch und 3 000 Säcke Maismehl wurden an andere Orte in der Region geliefert. Der Kunene Regional Council identifizierte 15 217 betroffene Haushalte.

„Die geschätzten Kosten für die obengenannten Maßnahmen belaufen sich auf etwa 160,3 Mio. N$ über einen Zeitraum von 6 Monaten“, sagte die Premierministerin.