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Regen in Namibia

 

Vom  7.09.2007

Weltenergierat tagt in Namibia

Verbesserung der Kraftwerksleistung und Aktionspläne stehen im Vordergrund

Über 750 Millionen Namibia-Dollar hat die namibische Regierung in den Stromversorger NamPower gepumpt, um die derzeitig Energiekrise in Namibia zu bewältigen, sagte Joseph Iita. Der Staatssekretär im Bergbauministerium sprach anlässlich der Ankündigung einer Konferenz des World Energy Council (WEC), die vom 12. bis 14. September in Windhoek angesagt ist.

© AZ-Archiv
Joseph Iita
Windhoek – Ziele dieser Konferenz seien zweierlei, erklärt der Vizeminister des Ministeriums Henock Ya Kasita, der gleichzeitig Vorsitzender des Namibischen Komitees des WEC ist. Die Vereinigung der Produzenten, Transporteure und Verteiler elektrischer Energie in Afrika (UPDEA) wolle die generelle Leistung und Effizienz der Kraftwerke zur Stromerzeugung diskutieren und daneben finde das Jahrestreffen der WEC-Region Afrika statt.

Durch ein besseres Kraftwerksmanagement könnten die Länder von reduzierten Brennstoffkosten, niedrigeren Ausgaben für Schadstoffbegrenzung, eine effizientere Nutzung der Kraftwerkskapazität sowie insgesamt niedrigeren Stromerzeugungskosten profitieren, hieß es.

„WEC ist die global führende Energie-Organisation. Sie befasst sich mit allen Arten von Energie und Energieerzeugung und hat in 95 Ländern Mitgliedskomitees“, erklärt Ya Kasita. Übergeordnetes Ziel der Organisation sei es, die nachhaltige Nutzung von Energie zum Nutzen aller zu fördern. Die Organisation trifft sich jährlich auf globaler und regionaler Basis. In diesem Jahr ist Namibia der Gastgeber. Insgesamt werden in Windhoek Teilnehmer aus 16 Ländern erwartet.

„WEC ist in Regionen unterteilt, nämlich Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika und die Karibik sowie Nordamerika. Afrika wiederum ist in fünf Unterregionen unterteilt: Nord-, Ost-, Süd-, West- und Zentralafrika“, erläuterte Ya Kasita.

Bereits im Jahr 1999 war Namibia Gastgeber des WEC Afrika -Treffens. In diesem Jahr dreht sich das Treffen laut Ya Kasita unter anderem um den WEC-Afrika-Aktionsplan von 2005 bis 2007, um das Mega-Wasserkraftprojekt Inga im Kongo, den Weltenergiekongress in Rom vom 11. bis 15. November sowie die Partnerschaft mit dem Weltenergieforum WEF zum Thema Energiearmut.

Am 14. September finden laut Ya Kasita technische Besichtigungen statt: Die sich mit Solarenergie versorgende Waldorfschule in Avis, das Habitat Research Centre in Katutura, das Kohlekraftwerk Van Eck in Windhoek sowie eine Biogas-Anlage auf einer Farm bei Brakwater.

Fragen zum dahin dümpelnden Kudu-Gas-Projekt wollte und konnte niemand beantworten. Bekannt ist lediglich, dass die Frage, in welcher Währung das erwartete Gas verkauft werden soll, weiterhin ungeklärt ist. Eine Entscheidung über den Fortgang des Projekts wird aber noch in diesem Jahr erwartet. Konkreter scheint es um das in den Baynes-Bergen in der Region Kunene geplante Wasserkraftwerk bestellt zu sein. Die notwendigen Machbarkeits- und Umweltstudien sollen in zwei Jahren abgeschlossen sein.

„In den Zeiten der reichlich billigen Energie aus Südafrika hat tatsächlich niemand eine solche Entwicklung hin zur Energieknappheit erwartet. Niemand hätte gedacht, dass Südafrika sich wirtschaftlich so rapide entwickelt und sein Eigenverbrauch derart steigt“, erklärte Iita abschließend auf die Frage, ob die derzeitige Energieknappheit nicht hätte vermieden werden können.
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