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Regen in Namibia

 

Vom 19.10.2011

Niveau auf Regio-Flügen steigt

Flugzeugbauer Airbus lobt Air Namibia – Wartung der Maschinen bald in Windhoek

Ende 2012 wird Air Namibia ihre Flotte komplett auf Airbus umgestellt haben. Diese Entwicklung wird von dem europäischen Flugzeugbauer begrüßt, der dadurch großes Einsparpotenzial sieht. Indes wird die Wartung der Flieger von Frankfurt/M. nach Windhoek verlagert.

© Stefan Fischer
Hadi Akoum von Airbus schwört auf die A320-Familie, zu der das Modell A319 gehört, von dem Air Namibia bis Ende 2012 genau vier Maschinen haben wird. Gut 4800 Flieger der A320-Familie seien weltweit ausgeliefert worden.
Windhoek – Mit dem Abschied von den Boeing-Modellen und der Anschaffung von Airbus-Flugzeugen des Typs A319 für den regionalen Flugverkehr bietet Air Namibia ein ideales Pendant zum Airbus A 340-300, den die staatliche Fluggesellschaft auf der internationalen Route (Windhoek – Frankfurt/M.) einsetzt. Das meint der europäische Flugzeugbauer Airbus, der sich gestern in Windhoek zu seiner Marktposition und den Aussichten im südlichen Afrika äußerte.

Nachdem Air Namibia vor kurzem zwei geleaste Zweite-Hand-Maschinen des Typs Airbus A319-100 in Betrieb genommen hat, ist der Kauf von zwei neuen Flugzeugen des gleichen Typs bis Ende 2012 geplant (AZ berichtete). Hadi Akoum, Vizepräsident von Airbus für Verkäufe in Afrika, bestätigte gestern in Windhoek, dass man mit Air Namibia „in Verhandlungen“ und dazu bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet worden sei. Der Einsatz der neuen Maschinen und somit die Ablösung der beiden Modelle Boeing 737 verspreche eine „riesige Einsparung“ an Betriebskosten, versprach Akoum. Effizientere Flugzeuge gewönnen angesichts steigender Ölpreise immer mehr an Bedeutung, ergänzte Airbus-Kollege Andrew Gordon, Direktor für strategisches Marketing und Analysen. Schließlich seien 50 bis 60 Prozent Betriebskosten auf den Treibstoff zurückzuführen, so Akoum.

Air Namibia werde mit dem A319 „für einen neuen Standard beim regionalen Reisen sorgen“, heißt es bei Airbus. Den Anschaffungspreis für die zwei neuen Maschinen wollte Vizepräsident Akoum auf Mediennachfrage nicht nennen, sagte aber nur so viel: „Wir machen Air Namibia einen guten Preis.“ Und weiter: Die Kombination von A319 und A340 sei (für Air Namibia) deshalb ideal, weil beide Modelle „die gleiche Technologie“ besäßen. Piloten und Mechaniker könnten somit mit beiden Typen umgehen. Als Konsequenz daraus soll die Wartung und Instandhaltung der A340-Flieger, die derzeit von Lufthansa in Frankfurt/M. ausgeführt wird, künftig in Windhoek stattfinden, wozu das Personal ausgebildet werde, sagte Akoum und verwies dabei auf „große Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen“. Die Wartung sei „Teil der Vereinbarung“, ergänzte er.
© Stefan Fischer
Die Flüge in und von Namibia aus werden deutlich steigen, sagt Andrew Gordon von Airbus.
Der Luftverkehr wird laut Airbus in den nächsten Jahren weltweit deutlich zunehmen. Für innerafrikanische Flüge erwartet der Flugzeugbauer bis 2030 eine Wachstumsrate von 6,4%, in die anderen Regionen/Kontinente der Welt sollen die Flüge um 4,5 bis 7,4% steigen, erklärte Marketingdirektor Gordon. Dabei habe Namibia in den vergangenen zehn Jahren ein erstaunliches Wachstum hingelegt: Laut Gordon ist der Flugverkehr insgesamt um 27% gestiegen, vor allem im Inland (+81%), gefolgt von Flügen in andere Länder Afrikas (+49%) und Flügen nach Europa (+13%).

Wie Vizepräsident Akoum abschließend sagte, sei dem Flugzeugbauer Airbus Professionalität beim Bedienen und Warten einer Maschine sowie bei den Abläufen auf den Flughäfen sehr wichtig. Darauf würden Inspektoren achten. Air Namibia und die hiesigen Flughäfen böten jedoch keinen Anlass zur Sorge.
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