Gewerkschaft kritisiert Ausbeutung und will den Farmern auf den Zahn fühlen
Windhoek – Die Farmarbeitergewerkschaft NAFWU (Namibia Farm Workers´ Union) wollte schon am vergangenen Wochenende Funktionäre aufs Land schicken, um bei weißen und schwarzen Farmern zu überprüfen, ob sie ihrer Belegschaft den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn zahlen. NAFWU-Generalsekretär Alfred Angula drohte am Freitag bei der Ankündigung der „landesweiten“ Untersuchung notfalls mit juristischen Schritten, sollte sich ein Farmer nicht an den vorgeschriebenen Mindestlohn von 560 N$ pro Monat plus Naturalien/Lebensmittelrationen im Wert von 300 N$ pro Monat halten. Diese Norm entspreche der Ankündigung im Amtsblatt (Govt. Gazette) Nr. 4390 vom 14. Dezember 2009.
Nach Einschätzung Angulas haben sich die Verhältnisse der Farmarbeiter seit der Unabhängigkeit kaum geändert. „Arbeiter werden immer noch ausgebeutet, die Lebensverhältnisse sind in den meisten Fällen noch dieselben.“ Die NAFWU wolle sich auch solche Farmen notieren, wo den Gewerkschaftern der Zutritt verwehrt wird. Angula hat einen Punkt unberührt gelassen, ob die Gewerkschafter sich ausweisen können. Auskunft bei NAFWU: Tel. 061-218653.