Windhoek – Nachdem das Finanzamt einen Teil der ausstehenden Mehrwertsteuer-Rückerstattung an den Fleischbetrieb Meatco gezahlt hat, hat sich dessen finanzielle Situation wieder entspannt. Wie Meatco-Aufsichtsratsvorsitzender Arne Gressmann jetzt auf AZ-Nachfrage sagte, sei der ausstehende Betrag von Januar und Februar dieses Jahres – immerhin 13 Mio. N$ – dem Unternehmen erstattet worden. „Das Finanzamt hat sich viel Mühe gegeben, uns entgegenzukommen. Unser neuer Leiter der Finanzabteilung, Nico Weck, hat zudem ein gutes Verhältnis zum Finanzministerium“, so Gressmann.
Die verspätete Rückerstattung der Mehrwertsteuer hatte Anfang Juli den Finanzfluss (cash flow) des Unternehmens beeinträchtigt, so dass die Farmer für ihre Rinderlieferungen an Meatco zwei Tage länger auf ihre Geld warten mussten. Insgesamt machte Meatco für die zu erwartende Rückerstattung der Mehrwertsteuer von Januar bis Juni 2010 einen ausstehenden Betrag von rund 59 Millionen Namibia-Dollar geltend (AZ berichtete).
Wie die an der Börse gelistete Firma Simonis Storm Securities vor kurzem mitteilte, würden auch andere Unternehmen unter verspäteter Steuerrückzahlung leiden. Das Finanzamt „schuldet den Unternehmen bzw. der Öffentlichkeit rund eine Milliarde Namibia-Dollar“, sagte Emile van Zyl von der Marktforschungsabteilung dieser Firma. Diese Verzögerung bremse den Geschäftsbetrieb sowie die Erweiterungspläne der Wirtschaft.