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Frischwasser bei Meile 6

Bau von zweiter Entsalzungsanlage soll schon in wenigen Monaten beginnen

Swakopmund/Windhoek - "Die neue Baufirma wird garantiert noch in diesem Jahr vor Ort mit den Vorbereitungen beginnen", sagte Abraham Nehemia, Untersekretär in der Abteilung Wasser- und Forstwirtschaft, gestern auf Nachfrage der AZ. Das zuständige Ministerium für Landwirtschaft, Wasserbau und Forstwirtschaft hat unterdessen schon einen Standort festgelegt: Bei Meile 6 wird Namibias zweite Entsalzungsanlage gebaut.

Laut Nehemia hatte das Ministerium zu Jahresbeginn international an Hand eines Ausschreibens Baufirmen geworben. Insgesamt 23 Unternehmen hätten Interesse gezeigt. "Die Ausschreibung hat am 29. Juni geschlossen", so Nehemia. Allerdings dauere es nun "eine längere Weile", um eine passende Firma auszusuchen. "Wir haben etliche Boxen mit vielen Dokumenten erhalten", begründete Nehemia diese Aussage. Insgesamt sieben Firmen hätten es bislang in die engere Auswahl geschafft, doch letztlich würde die Vergabekommission (Tender Board) eine endgültige Entscheidung treffen.

Die neue Entsalzungsanlage wird laut "Schätzungen" des Ministeriums etwa zwei Milliarden Namibia-Dollar kosten. "Diese Ziffer hängt aber ganz und gar von der Baufirma ab", sagte Nehemia dazu. Dieses Projekt werde ihm zufolge an Hand einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) finanziert. Die Regierung werde 30 Prozent von dem Betrag investieren und ein bislang unbekannter Investor werde den Rest tragen. Dieser Investor werde das Geld wieder durch Wasserverkäufe einholen. "Somit muss die Regierung keinen großen Batzen Geld ausgeben", sagte Nehemia.

Wenn der Bau planmäßig "Ende 2012 oder spätestens Anfang 2013 beginnt", werde Frischwasser schon ab Anfang 2014 sprudeln - die Bauzeit betrage etwa ein Jahr. Die Kapazität der neuen Entsalzungsanlage und Entsalzungsmethode wollte Nehemia zunächst nicht nennen. Noch im vergangenen Jahr war die Rede von 20 Mio. m" Frischwasser, die pro Jahr produziert werden sollen. Es wird davon ausgegangen, dass bei dieser Entsalzungsanlage die gleiche Methode angewandt wird, wie bei Arevas Entsalzungsanlage nördlich von Wlotzkasbaken: Umkehrosmose.

Offizielle Abnehmer des neuen Frischwassers gebe es noch nicht, doch das Ministerium habe sich bereits mit den Hauptwassernutzern in der Region Erongo unterhalten, so Nehemia. Hier seien "die Minen" und "Stadtverwaltungen" angesprochen worden. "Es gibt noch keine festen Zusagen", teilte Rössing-Sprecher Jerome Mutumba gestern mit. Und: "Rio Tinto ist derzeit mit NamWater und anderen Minen in der Region im Gespräch."

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03-Aug-2012-07:55

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