Bidvest Namibia: Auftrieb in Fischerei beschert ein eindrucksvolles Halbjahresergebnis
Windhoek – Eine überdurchschnittliche Leistung im Fischereisektor, speziell durch die Firma Namsov, hat der Unternehmensgruppe Bidvest Namibia ein super Ergebnis für die ersten sechs Monate des Finanzjahres 2009/10 (bis 31.12.2009) beschert. Nach Unternehmensangaben sind – jeweils im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – der Umsatz um 10,3% auf 949,4 Mio. N$ und der Gewinn um 19,3% auf 150 Mio. N$ gestiegen (AZ berichtete). Der Mischkonzern, der im Oktober 2009 an der namibischen Börse gelistet wurden, hat zudem eine Interimsdividende von 15 Cent pro Aktie erklärt. Diese Zahlen wurden gestern in Windhoek offiziell vorgestellt.
„Das Bild sieht gut aus, obwohl wir in den sechs Monaten sehr herausfordernde Bedingungen hatten“, resümierte Sebby Kankondi, Hauptgeschäftsführer von Bidvest Namibia. Er verwies dabei auf die Kaufzurückhaltung der Konsumenten infolge der Weltwirtschaftskrise, was die Abteilung BidCom (vor allem der Bereich Industrie und kommerzielles Geschäft) gespürt habe. Ausgeglichen wurde dies durch starke Ergebnisse in der Fischerei bzw. der Abteilung BidFish. Deren Leistung sei durch „ausgezeichnete Fänge und eine Erholung des Verkaufspreises“ sowie durch vorteilhafte Dieselpreise gekennzeichnet gewesen sei, auch wenn der Wechselkurs zum US-Dollar nachteilig gewesen sei, erklärte BidFish-Geschäftsführer Jan Arnold. Laut Unternehmensangaben habe Namsov Zugang zu „über 50 Prozent der erlaubten Fangmenge für Bastardmakrele“, außerdem dürfe man Seeteufel und Südafrikanische Sardine aus dem Meer holen.
In die Fischerei sei auch investiert worden: So habe man das Fischereischiff MFV Otaman Kalnyshevsky für knapp 209 Mio. N$ gekauft und in MFV Jupiter umbenannt. Im April soll die Neuanschaffung einsatzbereit sein. Überdies sei das Engagement in Angola (Comet/Pesca Fresca) fortgesetzt worden. Bidvest habe in das Joint Venture seit 2008 rund zehn Millionen US-Dollar investiert, erklärte Betriebsgeschäftsführer Piet Steyn auf AZ-Nachfrage. Die Geschäftsaktivitäten bestünden aus dem Fangen, dem Einfrieren und dem Verkauf von Fisch auf dem heimischen Markt – immerhin rund 60 Tonnen pro Tag. Überdies werde Fischmehl für den Export produziert.
BidCom-Geschäftsführer Hans-Werne Timke hob die starke Leistung von Manica, Rennies Travel und Budget Rent a Car hervor und zeigte sich optimistisch, die Leistung seiner Abteilung in der zweiten Hälfte des Finanzjahres 2009/10 zu verbessern.