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Regen in Namibia

 

Vom 12.07.2007

Wildauktion ein großer Erfolg

Organisatoren sehr zufrieden – Preise unerwartet hoch oder niedrig für einige Arten

Sehr zufrieden äußersten sich Peter Clausen von der Okosongoro Safari Ranch und Dr. Hans-Otto Reuter von African Wildlife Services nach der Wildversteigerung am vergangenen Wochenende. Erstmals wurden Tiere per Katalog und lebend in der Boma angeboten. Der Umsatz betrug knapp über N$ 3,8 Mio.

© Dirk Heinrich
Sehr zufrieden mit dem Wildangebot, dem Verlauf der Versteigerung und mit den gebotenen Preisen waren Peter Clausen (links) und Tierarzt Dr. Hans-Otto Reuter am vergangenen Wochenende.
Okosongoro – Über 400 Personen fanden sich am vergangenen Samstag auf der Farm Okosongoro ein, als 716 Wildtiere unter den Hammer kamen. Erstmals wurden Tiere bereits gefangen und in einer Boma zu besichtigen während einer Versteigerung von African Wildlife Services angeboten. Zuvor waren die sechs Versteigerungen reine Katalogauktionen gewesen. Interessierte Käufer hatten am Samstagmorgen von 9. bis 12. Uhr die Gelegenheit insgesamt 182 Tiere in der neuen Boma auf Okosongoro anzusehen, darunter 12 Rappenantilopen. Die restlichen Tiere, wie auch drei Weiße Nashörner (Breitmauslnashörner), wurden per Katalog angeboten. 164 der angebotenen Wildtiere fanden keinen neuen Besitzer, da die Angebote zu niedrig und unter dem Mindestpreis waren.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Versteigerung. Es war zu erwarten, dass die Preise für Pferdeantilopen nicht sehr hoch sein werden, da auch in Südafrika auf den letzten Versteigerungen die Nachfrage nach dieser Antilopenart sehr gering war“, sagte Peter Clausen. Auch Dr. Hans-Otto Reuter von African Wildlife Services, der zusammen mit Clausen die Auktion angeboten hatte, war zufrieden mit den Verkäufen und den Preisen für die einzelnen Wildarten.

Alle 100 Impalas fanden einen neuen Eigentümer. Für gemischte Gruppen (männliche und weibliche Tiere) wurden zwischen 1600 und 3400 Namibia-Dollar pro Tier geboten. Der Preis pro Tier für Gruppen bestehend aus nur Rammen lag zwischen N$ 3500 und N$ 5000. Von 130 Blessböcken konnten 70 versteigert werden. Bei Böcken fiel der Hammer bei N$ 2200 und bei gemischten Gruppen bei N$ 1400 und N$1600. Eine Herde von 20 Springbockrammen erhielt den Zuschlag bei N$ 1500 pro Gazelle und eine gemischte Gruppe von 40 Tieren bei N$ 600. Zuchtgruppen Kuhantilopen wechselten den Besitzer für N$ 1800 und N$ 2000, während für Bullen N$3200 geboten wurden. Weißschwanzgnubullen erzielten zwischen N$ 5200 und N$ 5900. Eine Gruppe von fünf Bullen wurde nicht verkauft. Gemischte Herden konnten für N$ 1700 bis N$ 2200 verkauft werden. Eine Gruppe von sechs Streifengnubullen erhielt das Höchstgebot von N$ 3700 pro Tier, während für eine weitere Gruppe von fünf Bullen der Hammer bei N$ 3000 fiel. Für eine gemischte Gruppe dieser Antilopenart war ein Käufer bereit N$ 1400 pro Tier zu zahlen.

Eine gemischte Herde von 15 Oryxantilopen erhielt ein Angebot von N$ 1500 pro Tier. Zwei Zuchtgruppen von jeweils zehn Straußen konnten für N$ 1000 und N$ 1400 pro Vogel den Besitzer wechseln. 74 Elipssen-Wasserböcke wurden versteigert. Den Höchstpreis erzielte ein einzelner Bulle mit N$ 10000 und die einzelnen Tiere einer gemischten Gruppe von zehn Wasserböcken. Für eine Fünfergruppe Bullen wurden N$ 8000 geboten und verschiedene gemischte Herden N$ 6000 bis N$ 8000 pro Tier. 29 Hartmanns-Zebras in drei Gruppen angeboten wurden für N$ 4500 und N$ 5000 verkauft. Zwölf Burchells-Zebras konnten N$ 4500 und N$ 5000 erzielen. Sechs von acht Giraffen wurden für N$ 7000 bis N$ 8250 pro Tier verkauft. Für einen großen Elenantilopenbullen stoppten die Angebote bei N$ 7000, bei einer Zweiergruppe Elenantilopenbullen bei N$ 6500 und für eine 14-köpfige gemischte Herde bei N$ 3000. Eine Gruppe von fünf Halbmondantilopen (Tsessebe), ein Bulle und vier Kühe, konnten für N$ 24000 pro Tier versteigert werden. Nicht verkauf wurden zwei Gruppen von jeweils zehn Schwarznasen-Impala, da das Höchstangebot von N$ 10000 nicht dem Mindestpreis entsprach. Auch zwei Gruppen von je fünf schwarzen Impala konnte nicht verkauft werden. Von 22 Litchi-Moorantilopen fanden nur eine Zweiergruppe Bullen für N$ 1500 pro Tier einen Abnehmer. Keiner der per Katalog angebotenen 22 Nyala wurden verkauft.

Eine Fünfergruppe Rappenantilopenkühe, die in der Boma besichtigt werden konnte, erhielt ein Angebot von N$ 90000 pro Tier. Derselbe Preis wurde für eine Dreiergruppe – ein Bulle zwei Kühe – geboten, derweil eine weitere gemischte Gruppe N$ 85000 erzielte. Für drei weitere einzelne Bullen lag der Preis bei jeweils N$ 47500. Nur zwei Gruppen der Pferdeantilopen, drei und zwei Tiere wurden erfolgreich für N$ 85000 und N$ 75000 versteigert. Eine Zuchtgruppe, ein Bulle und zwei Kühe sowie drei einzelne Bullen, erhielten nicht den Mindestpreis und wurden zurückgehalten.

Ein Dromedarhengst und zwei Stuten wechselten den Besitzer für N$ 19000 pro Tier. Alle Dromedare waren an Halfter gewöhnt. Ein vierjähriger Wallach fand keinen Abnehmer. Auch für eine Gruppe Flusspferde (ein Bulle und zwei Kühe) wurde nicht genug geboten und die Tiere nicht verkauft. Dagegen fiel der Hammer für einen jungen Breitmaulnashornbullen bei N$ 120000 und für ein Paar dieser Dickhäuter bei N$ 160000 pro Tier. Trotz der augenblicklichen Trockenheit waren zahlreiche Wild- und Jagdfarmer bereit in Wildtieren zu investieren. Einige wollten ihre Artenvielfalt erweitern, während andere frische Blut in ihre Herden bringen wollten.
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