Versöhnlicher Rückblick auf die Feriensaison 2011/12: Besucherzahl und Schadensmeldungen gehen zurück
Swakopmund – In der Feriensaison 2011/12 ist an der Küste weniger Schaden angerichtet worden als im Vorjahr. Dies ist das Fazit, das Fischereiministerium, Polizei, die Stadtverwaltungen Swakopmund und Walvis Bay sowie das Küstenmanagement NACOMA gestern gezogen haben.
Die Eröffnung des Dorob-Nationalparks hat oft zu kontroversen Diskussionen und kritischen Stimmen geführt. Den Nutzen des Parks für die zu schützende, sensible Küstenregion betonten die offiziellen Vertreter durch entsprechende Statistiken.
Weniger Unfälle und lediglich zwei Fälle von Trunkenheit am Steuer resümierte die Verkehrspolizei, stellte aber gleichzeitig fest, dass die Küste weit weniger Besucher gehabt habe. Insgesamt seien 970 Verkehrsdelikte in Walvis Bay, Swakopmund und Henties Bay verzeichnet worden, in der gesamten Erongo-Region seien es 1858 gewesen.
Die Feriensaison war extrem kurz, waren sich alle einig, da lediglich von kurz vor Weihnachten bis zum 4. Januar die in den Vorjahren übliche starke Frequentierung der Küstenregion stattgefunden habe.
Es seien weit weniger neue Spuren in den geschützten Dünen- und Strandbereichen gefahren worden, zeigte NACOMA-Koordinator Rod Braby anhand von Luftaufnahmen, indes stellte die Polizei weniger Ärger mit Quadbike-Fahrern zwischen Walvis Bay und Swakopmund fest. „Die ausgiebige Regensaison des letzten Jahres und die Unzugänglichkeit mancher Regionen durch fließende Riviere hat viele Narben heilen lassen und ältere Spuren verwischt“, freute sich Braby.
Dass wegen der Parkregeln weniger Touristen an die Küste kamen und damit auch die Geschäftsleute weniger Umsatz machten, verdeutlichten Bürger, die sich gegen die strikten Vorgaben im Dorob-Nationalpark wehren. Auch seien viele Bewohner und Touristen nach wie vor verunsichert, was man nun dürfe und was nicht.