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Regen in Namibia

 

Vom  5.08.2010

Vuvuzela verschafft Gehör

NACOMA fordert mit Bewusstseinskampagne und Straßenumzug zum Umdenken auf

Das Küstenmanagement NACOMA hat am Wochenende in Swakopmund der Umwelt zuliebe eine Bewusstseinskampagne gestartet. Mit Vorträgen von Umweltexperten, Ausflügen, einem Gala-Diner und einem Straßenumzug wurde zum Umdenken animiert.

© Kirsten Kraft
Das Fischereiministerium machte beim NACOMA-Straßenumzug am vergangenen Samstag mit einem geschmückten Wagen auf sich aufmerksam.
Swakopmund – Mit einer zweitägigen Bewusstseinskampagne und einem Straßenumzug durch Swakopmund, bei dem sich lautstark eine Menge Vuvuzelas Gehör verschafften, hat das Küstenmanagement NACOMA zusammen mit Umweltschützern auf sein Umwelt-Logo „Coastodian“ aufmerksam gemacht und gleichzeitig auf den Erhalt der Küsten-Artenvielfalt hingewiesen.

Während Freitagvormittag diverse Gruppen zu Ausflügen geladen waren, um in der Natur auf die Natur aufmerksam zu machen, fanden am Nachmittag für die Öffentlichkeit diverse Vorträge im Auditorium des Fischereiministeriums statt. Mahnende Worte hatte es dort von Gastsprecher Neville Sweijd gegeben. Der südafrikanische Küstenexperte wies bei seinem Vortrag auf die drohende Erderwärmung hin. Einen Klimawandel habe es immer schon gegeben, so Sweijd, „mal wurde die Erde von einer Dürreperiode heimgesucht, dann gab es die Eiszeit“. Der Leitgedanke liege jedoch nicht bei dieser Erscheinung, sondern an der Tatsache, dass der Treibhauseffekt durch menschliches Einwirken verstärkt wird, der Mensch sich jedoch nicht so schnell anpassen könne. „Die Erde wird damit umgehen können, der Mensch nicht“, sagte er. „Solange wir nicht wirklich verstehen, was wir unserem Umfeld antun, werden wir unser Umfeld auch nicht nachhaltig verwalten können“, ist die Meinung von Sweijd. „Der ph-Wert des Ozeans steigt viel zu schnell an, das wiederum zieht die Artenvielfalt in Mitleidenschaft und zunehmende Wetterextreme folgen.“ Dass der Küstenstreifen dabei abgetragen werde sei nicht das Problem, so Sweijd, „viel kritischer ist die Tatsache, dass wir immer wieder zu nah am Strand bauen“.
© Kirsten Kraft
Die Mitglieder vom Afri-Leo-Club setzen sich nicht nur für den Löwen ein. Sie engagieren sich auch immer mehr für das hiesige Umfeld, säubern Campingplätze und u.a auch einen Streckenabschnitt entlang der Swakopmund-Arandis-Straße im Rahmen des Projekts Shine. Wer beitreten und mitmachen möchte, kann sich an Inken Moor unter Tel. 064-404478 melden.
Während seines Vortrags zeigte der Umweltexperte Aufnahmen von Naturkatastrophen entlang der Küste, bei denen Bauentwicklungen zu Schaden kamen. Viele davon kommentierte er mit „unüberlegt und dumm“. Ganz bewusst endete er mit einem Schnappschuss von der Swakopmunder Waterfront. „Hierzu sage ich lieber nichts“, bemerkte er.

Zur Bewusstseinskampagne gehörten auch Filmvorführungen im Atlanta-Kino im Hotel und Entertainment Centre zum Thema Umwelt. Am Abend fand dann ein Gala-Diner statt, bei dem die Gewinner des NACOMA-Aufsatzwettbewerbs ausgezeichnet wurden. Die anschließende Auktion, die zur Unterhaltung des Diners beitrug, brachte über 57000 Namibia-Dollar ein und wird jetzt einem Küsten-Stipendien-Fonds für Umweltstudien bereitgestellt.
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