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Vom 22.12.2011

Vorwürfe werden geprüft

Nach Kritik an Kupferhütte: Umweltministerium startet Untersuchung

Windhoek/Tsumeb – Das Umweltministerium wird die jüngsten Vorwürfe hinsichtlich der Gesundheitsgefährdung durch die Kupferhütte Namibia Custom Smelters (NCS) in Tsumeb untersuchen. Das teilte die Behörde jetzt mit und berief sich auf eine entsprechende Weisung des Kabinetts. Indes äußerte sich das Unternehmen zu den Sicherheitsstandards der Mitarbeiter.

„Die Regierung nimmt diese Angelegenheit sehr ernst“, erklärte Umweltstaatssekretär Dr. Kalumbi Shangula in einer schriftlichen Mitteilung. Man habe mit der „Untersuchung an der Kupferhütte bereits begonnen“ und sich Unterstützung vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen geholt, das Umwelt- und Gesundheitsspezialisten zur Verfügung gestellt habe, heißt es weiter. Die Firmenleitung und die Mitarbeiter von NSC sowie die Bevölkerung werden zur Kooperation mit dem Expertenteam aufgerufen, außerdem mahnt das Umweltministerium die Öffentlichkeit zur Ruhe.

Unterdessen hat das zu Dundee Precious Metals (Kanada) gehörende Unternehmen versucht, mit einer Erklärung Gerüchte und falsche Vorstellungen auszuräumen. Zum Ausbruch von Krebs bei den Arbeitern, hervorgerufen durch Arsen, teilte NCS mit, dass das Unternehmen nach Bekanntwerden der Bedenken „umgehend eine medizinische Untersuchung angeboten“ habe. Das Ergebnis weise jedoch darauf hin, dass es „keine Verbindung zwischen deren Krankheit und deren Arbeit in der Kupferhütte“ gebe.

Zum Vorwurf, dass NCS seinen Arbeitern keine Sicherheitskleidung biete, erklärte das Unternehmen, dass die Mitarbeiter „ohne Ausnahme“ und kostenlos mit Schutzkleidung ausgestattet würden, darunter Helme, Atemschutzmasken, Sicherheitsbrillen, Sicherheitsschuhe und Ohrenschützer.

NCS gab ebenfalls an, dass Dundee derzeit „mehr als 800 Millionen Namibia-Dollar für die Verbesserung des Betriebs der Hütte ausgibt, um die Sicherheit und Gesundheit der Arbeiter zu gewährleisten und die Umwelt zu schützen“. Man sei bereit, weitere 800 Mio. N$ für den Bau einer Schwefelsäureanlage auszugeben, heißt es weiter. NCS verarbeitet pro Jahr ca. 175000 Tonnen Kupfer, das aus Bulgarien, Peru, Sambia und der DR Kongo stammt.
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