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Vom  9.08.2010

SPCA weist Vorwürfe zurück

Windhoek – Der namibische Tierschutzverein SPCA hat jetzt Vorwürfe zurückgewiesen, wonach er die Robbenernte in Namibia unterstütze. Die Kritik kam von der südafrikanischen Tierschutzorganisation Seal Alert. In einer Presseerklärung bezeichnet der SPCA diese Vorwürfe als anmaßend. „Wir haben das Töten von 260 Jungtieren beobachtet und können sagen, dass die angewandten Methoden weder grausamer noch inhumaner waren als das Rindertöten in einem Schlachthaus“, erklärte der Verein.

Der SPCA erinnert daran, dass der Seal-Alert-Mitarbeiter Francois Hugo die Fakten über das Robbenschlagen erhalten habe. Hugo habe wie folgt reagiert: „Gut gemacht und danke, dass Sie unter erschwerten Bedingungen einen positiven Schritt unternommen haben.“ Dieselben Fakten habe der hiesige Tierschutzverein dann in einer Pressemitteilung veröffentlicht, woraufhin Hugo jedoch eine Medienkampagne gegen den namibischen SPCA startete.

Die Position des SPCA sei unverändert: Man wolle dem Robbenschlagen aus emotionaler Sicht ein Ende bereiten, doch noch gebe es keine Rechtfertigung hierfür. Zweitens sei der SPCA ein Tierschutzverein und keine Tierrechtsorganisation. „Unser Ziel ist Prävention von Grausamkeit gegen Tiere.“ Die folgende Aussage von Seal Alert sei kompletter Unsinn: „Vielleicht verschrottet der SPCA in Zukunft das Tierschutzgesetz und wird den Totschlag unerwünschter Katzen und Hunde nicht mehr strafrechtlich verfolgen.“

Mit Erlaubnis des Fischeiministeriums hat der SPCA den diesjährigen Start der Saison des Robbenschlagens beobachtet. (AZ berichtete).
Von Clemens von Alten
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