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Zerstörung

 

Vom 22.11.2007

Neuer Nationalpark

Caprivi-Wildpark und der Mahango-Park erhalten höheren Status

Der Mahango- und der West-Caprivi-Wildpark sind jetzt unter dem Namen Bwabwata als geschlossenes Naturschutzgebiet zum neuen Nationalpark vereint worden, in dem die angestammte Bevölkerung ihr Wohnrecht behält. Dies hat Willem Konjore, Minister für Umwelt und Tourismus gestern bekannt gegeben.


Der Mahango-Park und das gesamte Wildschutzgebiet des West-Caprivi sind jetzt mit neuem Status zum Bwabwata-Nationalpark vereint worden. Karte: Ministerium für Umwelt und Tourismus
Windhoek - Gleichzeitig hat die Regierung den bisher ungeklärten Status der Landnutzung im Korridor West-Caprivi bestimmt. Der neue Status von Bwabwata ist mit dem jüngsten Amtsblatt (Government Gazette) vom 15. November 2007 in Kraft getreten.

Infolge der militärischen Basen der Südafrikaner um und südlich von Bagani an der Ostseite des Okavango-Flusses vor 1990 und ebenso wegen des politischen Hegemonialanspruches des Hambukushu-Chefs Erwin Mbambo von Mukwe im Westen und von Seiten der Mafwe-Häuptlinge auf die Kwe-San im Caprivi-Korridor ist der 530 000 Hektar große Korridor stets umstritten geblieben. Die Ausrufung des kleinen, aber besonders wildreichen Mahango-Wildparks kurz vor der Unabhängigkeit an der Botswana-Grenze hatte die Landnutzung nur für diesen Flecken näher bestimmt.

Nach Abzug des südafrikanischen Militärs aus dem landschaftlich schönen Raum Bagani/Buffalo hat die namibische Armee nur eine Basis übernommen. Mindestens zwei Basen waren der Plünderung der lokalen Bevölkerung überlassen.

Aus dem rund 200 Kilometer langen Korridor des Caprivi- Zipfels hebt das Umweltministerium drei Kerngebiete hervor: das Areal des bisherigen Mahango-Parks am Westufer des Okavango, den Raum Buffalo direkt angrenzend am Ostufer und als drittes Kerngebiet die wildreiche Ecke am Kwando am östlichen Ausgang des Korridors werden besonders geschützt und dienen dem „kontrollierten Fremdenverkehr“, so der Minister. Der zentrale Teil des Korridors um die Ortschaften Omega, Chetto und Omega III, ebenfalls ehemalige militärische Stützpunkte, ist für vielseitige touristische Nutzung, Trophäenjagd sowie Besiedlung und Entwicklung vorgesehen. Nach der Unabhängigkeit und mit der Entfaltung einiger Einheiten der namibischen Armee haben sich zwischen den Kwe auch etliche oshivambosprechende Namibier niedergelassen. „Gemeinschaften, die an den Park angrenzen oder in Bwabwata leben, erhalten bedingte Touristikrechte für den Park, so dass sie allein auf sich gestellt oder als gemeinsames Unternehmen (joint venture) touristische Leistungen bieten“, kündigte Konjore

an. Ferner nimmt das Ministerium Offerten zur Entwicklung einer Touristenlodge im Buffalo-Kerngebiet entgegen. Der Zuschlag wird nach Konjores Wortlaut durch folgende Kriterien entschieden: „visionäres Design und visionäre Entwicklung, Einbindung der Lokalbevölkerung, umweltgerecht und Investment mit Vision.“ Das Ausschreibungsverfahren soll der sozio-ökonomischen Förderung der Bevölkerung dienen.

Konjore besteht darauf, dass die bereits bestehende Rinderzucht in Bwabwata „kontrolliert“ werde, so dass Lungenseuche, Anthrax und Maul- und Klauenseuche sich nicht ausbreiten könnten.

Der Bwabwata-Nationalpark ist der Erste seiner Art in Namibia, in dem Menschen weiter siedeln dürfen.
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