Windhoek – Das Fischereiministerium hat die südafrikanische Robbenschutzaktion Seal Alert eindringlich vor einer geheimen Filmaktion gewarnt. Der Behörde lägen Informationen vor, wonach Seal Alert aufgrund der jüngsten negativen Berichterstattung über Namibias Robbenschlagen plane, verdeckt Aufnahmen von der Ernte zu machen.
„Ein solches Vorhaben konstituiert eine feindselige und provokative Handlung, die wir nicht auf die leichte Schulter nehmen würden“, betonte Alfred Mbanga, Pressesprecher des Ministeriums. „Namibia hat für diesen Fall entsprechende Gesetze und Institutionen, die Recht und Ordnung wieder herstellen werden.“
Mbanga verweist auf ein Treffen mit Seal Alert und anderen involvierten Organisationen im August 2007. Dabei habe man der Tierschutzorganisation alle verfügbaren Daten über die Robbenernte vor Namibias Küste vorgelegt und somit deren Anschuldigungen und Verdachtsmomente widerlegt. „Es gibt daher überhaupt keinen Anlass für eine Organisation, eine solch gesetzlose Aktion gegen ein Land ins Auge zu fassen, das alle Gründe für die Robbenernte rational erklärt hat“, so Mbanga. Er betonte erneut, dass der Robbenfang in Namibia im Rahmen bestehender Gesetze zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen durchgeführt werde.
Seal Alert hatte zuletzt versucht, Geld aufzubringen, um sich in die namibische Robbenindustrie einzukaufen. Die Organisation erachtet das Schlagen der Robben vor Namibias Küste als „brutal, sinnlos und idiotisch“. Zugleich hatte die Organisation das jetzt von Mbanga zitierte Treffen vom August 2007 als völlig nutzlos beschrieben.
Nach Regierungsangaben geht die am 1. Juli begonnene Fangsaison noch bis zum 15. November. In diesem Jahr hat das Ministerium eine Fangquote von 85000 Jungtieren und 6000 Bullen festgesetzt.