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"Mad Max" zerstört die Umwelt

Swakopmunderin wirft der internationale Filmcrew vor, die "Rote Zone" zu beschädigen

Swakopmund - Die "Mad-Max"-Filmgesellschaft steht wieder im Rampenlicht: Dieses Mal wird ihr vorgeworfen, in der sogenannten "Roten Zone" in den Dünen erheblichen Umweltschaden anzurichten. Die "Rote Zone" stellt besondere Landschaftsbereiche in der Erongo- sowie Kunene-Region dar, die eine hohe Artenvielfalt vorweisen und wo viele bedrohte Arten, seien es Tiere oder Pflanzen, vorkommen. "Sie zerstören eine Stelle und fahren dann weiter zum nächsten Ort" heißt es in dem Brief, der zu Monatsbeginn verfasst wurde.

Über den Inhalt des Schreibens will sich derzeit kaum ein Empfänger äußern. Aus zuverlässiger Quelle hat die AZ erfahren, dass es sich um einen "internen Brief an alle Interessenträger im Umweltbereich handeln solle". Allerdings wurde das Schreiben den Medien zugespielt. Der Originalbrief wurde unter anderem an die Ministerin sowie mehrere relevante Personen im Umweltministerium, die Swakopmunder Stadtverwaltung, die Umweltorganisation NACOMA sowie den Küstentourismusverein (CTAN) geschickt. Da in diesem Brief heftige Vorwürfe gegen die "Mad- Max"-Filmcrew erhoben werden, wird die Sache im Detail bei der heutigen CMC-Meeting (Coastal Management Comittee) besprochen.

"Mad Max ist damit beschäftigt, die Rote Zone in den Dünen systematisch zu zerstören", heißt es. Und: "Straßen, die Tommy (Collard) über etliche Stunden in den vergangenen Jahren regelmäßig markiert hat, sodass Personen lediglich eine Spur benutzen, sind zu sehr breiten Autobahnen geworden." Die "Mad Max"-Crew würde zu jederzeit rücksichtslos umherfahren und den Reiseführer und Dünenexperten Tommy in seiner Konzession sogar fragen, was er dort (in den Dünen) zu suchen habe. Tommy Collard führt regelmäßig Touristen in die Dünen als Teil des sogenannten "lebende Wüste"-Erlebnisses.

Kit Collard geht sogar davon aus, dass es unmöglich sei, den entstandenen Umweltschaden zu beseitigen. "Die Umgebungen, die rehabilitiert wurden, sehen zwar gut aus, aber der akute Rehabilitationsprozess hat noch mehr Schaden angerichtet", heißt es weiter. Daher müsse sie oftmals Tiere in andere unberührte Gebiete umsiedeln, damit sie überleben können. Sie bemängelt, dass ein Gebiet, wo es eine einmalige Verschiedenheit an Tieren und Pflanzen gebe, für einen Film zerstört werde. "Es gibt so viele geeignete Dünen weiter südlich, die nicht derart ökologisch empfindlich sind", heißt es weiter.

Die Filmgesellschaft, die seit einigen Monaten an der Küste den Film "Mad Max: Fury Road" dreht, hat es vor kurzem wieder in die Medien geschafft. Ursprünglich sollten die Medien während eines Setbesuchs von Informationsminister Joel Kaapanda anwesend sein - kurz vor dem Termin wurden die Medien allerdings ausgeladen. Kaapandas Büro gab aber den Etat für die Dreharbeiten bekannt: 370 Millionen Namibia-Dollar.

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11-Oct-2012-08:59

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