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Zerstörung

 

Vom 19.11.2007

Keine Entschädigung für Verluste

Kommunen erhalten Vorteile aus Jagdkonzessionen in kommunalen Hegegebieten

Keine Vergütung für Verluste durch wilde Tiere würde von dem Umweltministerium gezahlt. Zahlreiche Gemeinschaften würden Vorteile durch die nachhaltige Nutzung von wilden Tieren haben, sagte Minister Konjore auf Fragen eines Abgeordneten. Gehälter werden durch das Büro des Premierministers bestimmt.

Windhoek – Im vergangenen Jahr haben die kommunalen Hegegebiete insgesamt N$ 8770254 durch Nutzung von Wildtieren eingenommen, davon N$ 5182560 allein in den Jagdkonsessionen der Hegegebiete. Dies sagte der Minister für Umwelt und Tourismus, Willem Konjore in der vergangenen Woche im Parlament, als er Fragen des DTA-Abgeordneten Phillemon Moongo beantwortete. Dieser wollte u.a. wissen, wie weit das Umweltministerium sei, um eine Entschädigung an ländliche Gemeinschaften zu zahlen, die ihr Vieh durch „geschützte Löwen und Wölfe verloren haben“. Konjore stellte nochmals deutlich fest, dass es keine Bestimmungen zur Vergütung im Falle von Verlusten durch wilde Tiere gebe. Es sei wahr, dass es manchmal zu Konflikten zwischen Menschen und wilden Tieren komme, so Konjore, und dass es dabei leider auch zu Todesfällen komme. Das Umweltministerium würde solche Fälle nicht ignorieren und würde den betroffenen Familien jeweils N$ 5000 aus dem Game Products Trust Fund für die Beerdigungskosten zukommen lassen. In näherer Zukunft würde sein Ministerium dem Kabinett Richtlinien im Bezug auf Mensch-Tier-Konflikte vorlegen, so der Umweltminister.

Gemeinschaften die Mitglieder in den kommunalen Hegegebieten seien, würden von dem Umweltministerium Quoten zur nachhaltigen Nutzung von Wildtieren erhalten, wobei auch die Nutzung von Raubtieren wie Löwen und Hyänen enthalten seien. Hegegebiete würden Partnerschaften mit Trophäenjagdunternehmen eingehen, die für die jeweiligen Tiere zahlen würden, die per Quote freigegeben wurden. Zudem kann deren Fleisch von den Hegegebietmitgliedern genutzt werden. Zudem können wilde Tiere wie Raubtiere und Elefanten zu Problemtieren erklärt, diese den Hegegebieten zuerkannt und diese letztendlich von Trophäenjagdunternehmen an Jäger verkauft werden. Das Geld für die Problemtiere geht schließlich an die Hegegebietmitglieder, sagte Konjore. Von den 50 in Namibia registrierten kommunalen Hegegebieten, haben 24 Jagdkonzessionen vergeben.

In Bezug auf die Frage wann das Ministerium die Gehälter der Beamten der niedrigeren Gehaltsklasse erhöhe und angemessene Vergütung für Reisen und Überstunden zahle, antwortete Konjore, dass Gehälter und sonstige Vergütungen vom Büro des Premierministers bestimmt würden. Alle Fragen zu Gehältern und besonderen Zahlungen für Dienste der Beamten in allen Ministerien seien die Aufgabe des Premierministers und könne das Umweltministerium nicht eigenständig entscheiden, sagte Minister Konjore. Er gab zu, dass es Angestellte im Umweltministerium gebe, die N$ 1779.50 im Monat verdienen. Diese Personen seien auf einer bestimmten Gehaltskala (Grade 1B Level 1) und verdienten ebensoviel wie Beamte in anderen Ministerien, die auf derselben Gehaltsskala seien. „Ich muss betonen, dass Mitglieder des Personals für die Dienste die er oder sie liefern bezahlt werden und nicht auf Grund der Größe ihrer Familien“, sagte Umweltminister Konjore. Moongo hatte von dem Minister wissen wollen, warum manche Arbeiter N$ 1700 im Monat erhalten, obwohl sie große Familien hätten.
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