
Bei der offiziellen Eröffnung der Beratungen der afrikanischen und internationalen Vertreter in Windhoek sprachen der Geschäftsführer der ABS-Entwicklungsinitiative für Afrika, Dr. Andreas Drews (links), Namibias Umweltministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah (Mitte) und der Programmleiter vom Sekretariat der Artenvielfaltkonvention, Worku Damena Yifru (rechts).
Windhoek– Zu Beginn der Beratungen der afrikanischen Staaten zum gemeinsamen Standpunkt zum Zugang und Vorteilsausgleich bei der Nutzung von genetischen Ressourcen (ABS) in Windhoek am gestrigen Morgen sagte Namibias Umweltministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah, dass die Delegierten ihre Zeit sinnvoll nutzen sollten und ein mehr oder weniger vollständiges Regelwerk für die Umweltminister die in der kommenden Woche in Windhoek verweilen werden, vorzubereiten. Die Zeit vor der Konferenz in Nagoya in Japan im Oktober dieses Jahres sei begrenzt und bis dahin sollten die afrikanischen Staaten einen gemeinsamen Standpunkt und Vorschläge gegen Biopiraterie erarbeitet haben. „Denken Sie daran, dass Zeit eine nicht-erneuerbare Ressource ist. Aus diesem Grund sollten sie die Zeit weise nutzen und lange unnötige Diskussionen vermeiden. Jetzt ist die Zeit für wohlüberlegte Entscheidungen und strategische Planung gekommen“, sagte Nandi-Ndaitwah. Namibia werde seine wichtige Rolle dabei weiter spielen. „Wir tun dies weil wir daran glauben, dass Afrika von seiner Artenvielfalt Vorteile ziehen und die Biodiversität schützen muss. Wir wollen kein internationales Regelwerk nur um ein Regelwerk zu haben. Wir wollen ein Regelwerk für den Zugang und Vorteilsausgleich bei der Nutzung von genetischen Ressourcen welches einsetzbar ist, welches funktioniert und welches effektiv ist“, sagte die Ministerin für Umwelt und Tourismus.
Erstmals setzen sich in der kommenden Woche vom 8. Bis 10. März dieses Jahres Umweltminister Afrikas zusammen, um ein gemeinsames Regelwerk für ABS (Access to genetic resources and benefit-sharing) zu beschließen. Die technischen Beratungen in dieser Woche, die gestern in Windhoek begannen und die Konferenz in der nächsten Woche werden von der dänischen Regierung, der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und der ABS Initiative for Africa organisiert und finanziert.
Vor 18 Jahren hatte die Weltgemeinschaft beschlossen, dass die dritte Säule der Artenvielfaltkonvention ein fairer Zugang und fairer Vorteilsausgleich von genetischen Ressourcen sein sollte. In diesem Jahr soll endlich das nötige internationale Regelwerk erarbeitet und verabschiedet werden.