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Vom  9.07.2008

Druck auf Parks nimmt zu

Unzählige Umweltverträglichkeitsprüfungen werden dem Ministerium vorgelegt

Im vergangenen Jahr hat das Umweltministerium über 200 Umweltverträglichkeitsprüfungen meist für Bergbauaktivitäten begutachten müssen. Ministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah eröffnete einen Workshop auf dem das neue Umweltmanagement-Gesetz erläutert wurde.

Windhoek –Die Anzahl der Entwicklungen hätten in Namibia stark zugenommen und dadurch haben immer mehr Projekte eine ernste Auswirkung auf die Umwelt. Das Ministerium für Umwelt und Tourismus habe allein im vergangenen Jahr über 200 Umweltverträglichkeitsprüfungen und Schürfrechte begutachtet. „In den vergangenen sechs Monaten dieses Jahres ist eine Zunahme an Anfragen vor allem für den Abbau von Mineralien erheblich angestiegen. Beunruhigend ist, dass sehr viele der vorgeschlagenen Entwicklungsinitiativen in Naturschutzgebieten und Nationalparks sowie wasserarmen Ökosystemen verwirklicht werden sollen“, sagte Umweltministerin Netumbo Nandi-Ndaitwa. Sie eröffnete offiziell einen eintägigen Workshop zur Information und Bewusstsein für Interessenvertreter des Umweltmanagementgesetzes, welches im Oktober 2007 im Parlament verabschiedet wurde. „Die zahlreichen Entwicklungsprojekte benötigen sehr gute Umweltmanagementmaßnahmen, die die möglichen negativen Auswirkungen auf die Umwelt auf ein Minimum beschränken und Nachhaltigkeit gewährleisten“, sagte die Ministerin.

Es sei nicht die Aufgabe des Umweltministeriums den Entwicklungen im Wege zu stehen, sondern zuzusehen, dass Bedenken von Anfang an beachtet werden. Gewisse Regeln müssten eingehalten und Richtlinien befolgt werden. Die Umweltministerin rief die Bevölkerung auf, sich mit der neuen Gesetzgebung vertraut zu machen und sich nach den Bestimmungen zu richten.

Das neue Gesetz soll die nachhaltige Verwaltung der Umwelt und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen fördern, indem Richtlinien vorgegeben werden, die wichtige Entscheidungen beeinflussen sollten. Mit dem erweiterten legalen Regelwerk würde der Umweltschutz gestärkt, um die Artenvielfalt in Namibia zu erhalten, so Nandi-Ndaitwah.

So schnell wie möglich sollen, wie in dem neuen Umweltmanagementgesetz vorgesehen, ein Umweltkommissar und -beamte eingesetzt werden, die nicht nur dafür sorgen sollen, dass die hiesigen sondern auch die internationalen Bestimmungen, denen sich Namibia verpflichtet hat, eingehalten werden. Hohe Geld- und/oder Gefängnisstrafen warten auf Personen, die sich nicht an das neue Umweltgesetz halten. In Zukunft wird für zahlreiche Aktivitäten, angefangen bei der Bodennutzung und –bearbeitung über landwirtschaftliche Prozesse bis zur Freizeitbeschäftigung und Wassergebrauch sowie Abwässer ein Umweltfreigabe-Zertifikat (Environmental Clearance Certificate) benötigt. Einer der Sprecher wies später darauf hin, dass es dem Ministerium augenblicklich an Personal fehle, um die Gesetze durchzusetzen und eventuelle Missachtungen zu bestrafen.
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Sam Nujoma