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Vom  9.07.2009

Ausreißer zurückgebracht und schon wieder ausgebrochen

© Dirk Heinrich
Vor dem Verladen kühlen die Männer den Körper des Nashorns mit Wasser, damit das Tier während der Betäubung nicht überhitzt.
Lange hat es der Breitmaulnashornbulle nach seiner Rückkehr am vergangenen Montag nicht auf der Farm ausgehalten, denn am Dienstagabend ist er einem Sprecher zufolge schon wieder zurück auf der Nachbarfarm. Im Augenblick sei das Tier in unmittelbarer Nähe der Farm.

Bevor der Nashornbulle jedoch wieder betäubt und zurückgebracht werde, sollen Angestellte von Omujeve Hunting Safaris den Zaun kontrollieren, notfalls reparieren und dafür sorgen, dass der Elektrozaun problemlos funktioniere. Anscheinend gebe es Stellen, an denen der Zaun undicht und kein Strom vorhanden seien. Dem Tierarzt Dr. Hans-Otto Reuter zufolge sei noch nicht beschlossen worden, was mit dem Nashorn geschehen und ob der Bulle auf eine andere Farm gebracht werden soll. „Das Tier muss sich erst einmal von den Strapazen erholen“, sagte Reuter.
© Dirk Heinrich
Pilot Bernie Simon fliegt seinen Hubschrauber von der Ladefläche seines speziell umgebauten Lastwagens, derweil Dr. Hans-Otto Reuter die Betäubungspfeile vorbereitet.
Um die Fangkosten zu reduzieren, hat Pilot Bernie Simon aus Mariental einen Kleinlaster umgebaut, auf dem er seinen Hubschrauber transportieren und auf dessen Ladefläche er landen kann. Anstatt zu den jeweiligen Fanggebieten zu fliegen, fährt der Pilot und hat somit die Kosten, den Hubschrauber vor Ort zu bringen, halbiert. Zudem spare er wertvolle Stunden und könne diese für die eigentliche Aufgabe, nämlich das Fangen von Wildtieren, nutzen. Ein Begleitfahrzeug sei immer nötig und in seinem Falle nutze er seinen Lkw zum Transport des Hubschraubers und Ziehen des Anhängers mit dem Treibstoff. In knapp einer halben Stunde war der Hubschrauber am vergangenen Montag nordöstlich von Windhoek startklar, um ein Breitmausnashorn wieder einzufangen, welches sich auf Wanderschaft auf die Nachbarfarmen begeben hatte, kurz nachdem es auf einer Farm ausgesetzt worden war.

© Dirk Heinrich
Zahlreiche Männer stützen den eineinhalb Tonnen schweren Weißen Nashornbullen, als dieser aus der Betäubung erwacht und sofort von der Wildfangmannschaft in die stählerne Transportkiste gezogen und geschoben wird.
Während Simon den Schweizer (Hughes) 300 für den Fang startklar machte, füllte Reuter zwei Betäubungspfeile mit jeweils 5 mg M99 und 30 mg Butorphanol. Der zweite Betäubungspfeil wird genutzt, falls der erste sein Ziel verfehlen sollte oder das Tier nicht richtig betäubt wird. Die schweren Fahrzeuge und die Wildfangmannschaft hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits in die Nähe der Fährtenleser und des Dickhäuters begeben. Eine halbe Stunde später steckte die Betäubungsspritze im Hinterteil des Nashorns und nach weiteren 30 Minuten stand das Tier in der Transportkiste auf einem Anhänger und war auf dem Weg zurück zur Farm (AZ berichtete).

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