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Vom  1.03.2007

Informatives im Forschungs-Institut

Okaukuejo beherbergt ein Forschungsinstitut des Umweltministeriums. Obwohl es ziemlich veraltet ist, lohnt sich ein kurzer Besuch im Institut.

© Erik Nebel
Ein Elefantschädel steht am Eingang des Ökologischen Institutes in Okaukuejo.
Ein bisschen versteckt liegt die Forschungsstation des Umweltministeriums im abgelegenen Teil des Etoscha-Camps Okaukuejo. Ein riesiger Elefantenschädel ziert den Eingangsbereich, im Inneren des Gebäudes tun sich dunkle Flure auf.

Das Wort „Forschung“ wird hier nicht mehr so groß geschrieben, wie es in der Vergangenheit einmal der Fall war. Denn wirklich geforscht wird hier nur noch von internationalen Wissenschaftlern, die es bisweilen nach Etoscha zieht. „Der einzige Forscher, den wir hier vor Ort noch beschäftigen, ist die meiste Zeit mit der Kontaktpflege zum Ausland befasst“, sagt Wildhüter Nigel Berriman. Früher waren mindestens ein halbe Dutzend Forscher in dem Institut beschäftigt.

Zurzeit beschränkt sich die Arbeit hier auf das Erfassen des Tier- und Pflanzenbestandes im Park. Alle zwei Jahre gibt es eine große Wildzählung. Mit dem Flugzeug fliegen die Wildhüter dann einzelne Parzellen ab und erfassen den Tierbestand aus der Luft. Anschließend rechnen sie die Werte auf den gesamten Park hoch. „Letztlich sind alle Zahlen zum Tierbestand Schätzungen“, sagt Berriman.

Er kümmert sich außerdem um die Registrierung der verschiedenen Pflanzenarten im Park. Getrocknet und gepresst lässt er die Fundstücke bei einem Institut in Windhoek bestimmen.

Der Geldmangel ist auch für Touristen, die das Forschungszentrum besuchen, offenkundig. Die Ausstellung hat den Charme der 1970er Jahre. Von moderner Museumsgestaltung keine Spur. Stattdessen ein paar Schaukästen mit Knochen und vergilbte Tafeln an den Wänden.

Es sind nicht die Ausstellungsstücke, die den Besuch im Institut für Besucher lohnend machen, es sind Leute wie Nigel Berriman, die gern und ausführlich über ihre Arbeit im Naturschutz erzählen. So erfährt der Besucher aus erster Hand von der Nashorn-Jagd in Etoscha. Und, dass man den Tieren die Hörner abgenommen hat, ums sie für illegale Wildfängern unattraktiv zu machen. Berriman schildert zudem, wie sich die Natur in Etoscha gegen das seit Jahrtausenden als Teil des natürlichen Systems existierende Anthrax (Milzbrand) zu Wehr setzt. Spannende Einblicke, die ein Tourist verpasst, wenn er sich den Besuch des Forschungsinstituts spart.
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