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Air Namibia

 

Vom 11.11.2008

Gastfreundschaft aus Tradition auf 10400 Hektar

Die Gästefarm Hohewarte schlägt ein neues Kapitel in ihrer langen Geschichte auf. Zentral gelegen zwischen Windhoek und Flughafen werden die Gäste von den neuen Pächtern Heike Koehler und Markus Batz im familiären Ambiente der Farm nach allen Regeln der gastronomischen Kunst verwöhnt. Und auch die Farm hat auf ihren 10400 Hektar einiges zu bieten. Hohewarte – das heißt Gastfreundschaft aus Tradition.

© Eike Nienaber
Auf der Hohewarte geht man auf Zeitreise und genießt die Annehmlichkeiten der Moderne.
Eine Reise, die ist lustig – und mitunter auch kräftezehrend. Vor allem, wenn es auf Schotterstraßen das Land von Oranjemund bis Rundu und von Swakopmund bis Gobabis zu erkunden gilt - nach einiger Zeit dürstet selbst der hartgesottenste Safari-Camper nach Komfort und Wohnqualität.
Umso schöner, wenn sich eine solche Gelegenheit in der Nähe zum Hosea Kutako-Flughafen, bietet. 30 Kilometer von Windhoek entfernt, lädt dort eine Oase der Ruhe, die noch einmal alle Reize Namibias auf 10400 Hektar zu vereinen weiß - spürbare Kolonialhistorie inklusive - zum Verweilen ein.
Die Hohewarte, 1896 von Hugo von Brockdorff erbaut und seinerzeit eine Tagesreise mit dem Ochsenkarren von der Hauptstadt entfernt, diente den Schutztruppen als Polizei- und Poststation.
Gäste genießen heute die Friedfertigkeit, die der Ort auszustrahlen vermag. Das abendliche Zirpen der Zikaden und vereinzeltes Geheul der Schakale – Afrika pur! Auf der großzügigen Terrasse des Herrenhauses den Sonnenuntergang samt dem in Rot getränkten Bismarckberg zu beobachten ist Balsam für das Auge. Im Hauptgebäude geht der Gast auf Zeitreise und wandert auf den Spuren vergangener Tage, ohne dabei auf den Komfort der Moderne verzichten zu müssen. Das Ambiente besticht durch Kolonialstil mit afrikanischem Anstrich. Die große Eingangshalle wird als Gemeinschaftsraum genutzt. Hier treffen sich die Besucher zu den gemeinsamen Mahlzeiten. Die vier Doppel-Schlafzimmer liegen gleich nebenan. Darüber hinaus bietet ein benachbarter Bungalow Übernachtungsmöglichkeiten für vier weitere Personen. Die Zimmer sind sauber und gepflegt, aber nicht steril. Sie erzählen Geschichten aus über einem Jahrhundert Farmleben. Im großen Schlafzimmer können die Gäste während der kalten Winternächte sich am originalen Kamin der Rosa von Brockdorff wärmen. Und mag im Sommer die namibische Sonne noch so unbarmherzig auf das Dach der Hohewarte brennen – das alte Gebäude trotzt mit seinen dicken Mauern und hohen Decken den Temperaturen.
Heike und Markus können ihren Besuchern Einiges bieten. Flora und Fauna präsentieren sich in allen Facetten. Sei es nun eine Kletterpartie auf Bismarck- und Rosaberg oder eine Expedition im offenen Jeep, per pedes oder hoch zu Ross durch Busch- und Grassavanne, entlang baumreicher Reviere und Canyon ähnlichen Schloten – man könnte meinen, auf der Farm sei jede Landschaft Namibias vertreten. Der Tierreichtum tut derweil sein Übriges. Oryx, Wildschweine, Flächen- und Bergzebras, Springböcke, Paviane, Strauße, seltene Schildkröten und, und, und… die Liste könnte noch endlos weitergeführt werden, von der vielfältigen Vogelwelt ganz zu schweigen.
© Eike Nienaber
Von der Eingangshalle geht es auf die großzügige Terrasse mit Blick auf den Bismarckberg. Während der Sonnenuntergänge bietet sich dort ein tolles Spiel der Farben.
Nach der Rückkehr von der Farmrundfahrt wartet die Stärkung bereits duftend im Haus. Die raffinierten Drei-Gänge-Menüs werden auch lange nach der Abreise noch in Erinnerung bleiben. Wildgerichte in allen Variationen und dazu eine Auswahl an erlesenen südafrikanischen Weinen sorgen für allabendliche Hochgenüsse. Wichtig ist dem Hohewarte-Team dabei die Frische der Produkte. Das Fleisch stammt von der Farm und wird auch vor Ort verarbeitet. Da im Gegensatz zu vielen anderen Lodges, auf Hohewarte noch aktiver Farmbetrieb mit Rinderzucht herrscht, muss auch die Milch keine langen Wege zurücklegen. Quark, Yoghurt und Kuchen kommen ebenso aus der hauseigenen Produktion wie Brot und Marmelade. Und da so mancher Gaumen recht wählerisch ist, wird bei der Zubereitung der Speisen auch auf die individuellen Wünsche der Gäste eingegangen.
Um das Farmhaus herum gibt es diverse Möglichkeiten zum Zeitvertreib. Wer nach einem ausgiebigen Braai seinen Abschlag im Golf verbessern möchte – auf der „afrikanischen Driving Range“ vor der Terrasse kein Problem. Ab nächstem Jahr werden auch für die pferdebegeisterten Gäste Ausritte angeboten. Nach so viel sportlicher Aktivität sorgt dann ein Sprung ins große Farmschwimmbad für angenehme Abkühlung.
Die Hohewarte ist sicherlich ideal als erholsamer Abschluss einer Namibia-Reise. Doch um die Farm in vollen Zügen genießen zu können, ist schon ein längerer Aufenthalt von Nöten. Ob auf der Durchreise oder als Langzeitgast, mit oder ohne Familie – bei Heike und Markus ist jeder aufs herzlichste willkommen. Familienfeiern werden ebenso kompetent und gastfreundlich arrangiert wie Geschäftsessen oder kleinere Konferenzen.
Und übrigens: Auch ein Langstreckenflug ist anstrengend, deshalb lohnt sich bereits die erste Nacht zum akklimatisieren „vorbeizuschauen“. Heike und Markus sind gern behilflich bei der weiteren Reiseplanung und haben so manchen Insidertipp parat.
Dabei steht stets der persönliche Kontakt im Vordergrund– sterile Anonymität und Fließband-Gastronomie sind auf der Farm Fremdwörter. Denn eines ist sicher:
Zur Hohewarte kommt man als Gast – und geht als Freund!
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