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Vom 16.06.2009 Was gibt es heute Nacht am Himmel zu sehen?Der Sternenhimmel über Namibia zählt zu den klarsten und schönsten der Welt. Wer ihn einmal gesehen hat, ist begeistert. Sternengebilde wie die Milchstraße, das Kreuz des Südens oder der Steinbock funkeln in der Dunkelheit ganz besonders hell. Da die Atmosphäre in Namibia rein ist und künstliche Lichtquellen abseits der Städte nicht vorhanden sind, ist der Blick frei bis hoch hinauf ins nächtliche Firmament. Mit dem bloßen Auge lassen sich Sterne bis zur siebten Größenordnung erspähen. In einer einzigen Nacht sind bis zu zehn Tierkreiszeichen zu entdecken.
Am 20.12.2007 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2009 offiziell zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt, das Motto lautet: „Das Weltall: Du lebst darin – entdecke es.“ Die Anregung dazu kam von der Internationalen Astronomie-Vereinigung und der UNESCO. Diese sollte an den 400. Jahrestag der ersten Himmelsbeobachtung durch ein Galileisches Fernrohr erinnern. Zudem waren die Berechnungen und Beobachtungen von Johannes Kepler, Galileo Galilei und anderen Pionieren revolutionierend im Weltbild des 17. Jahrhunderts. Sie schufen die Grundlagen für die heutige moderne Astronomie, die als allumfassende Wissenschaft gilt und tief im Kulturerbe der Menschheit verwurzelt ist. Viele Menschen sollen besonders in diesem Jahr dazu angeregt werden, den Sternenhimmel mit oder ohne Instrumente zu beobachten und sich damit auseinanderzusetzen. Eine gute Gelegenheit dazu bietet das SüdSternFreundeTreffen 2009, das am 19. und 20. Juni auf der Brandberg White Lady Lodge stattfindet.
Es ist bereits das dritte Treffen dieser Art, an dem allein zehn Personen aus Deutschland teilnehmen – Wiederholungstäter, die von den Besonderheiten des namibischen Sternenhimmels begeistert sind. ![]() Die Brandberg White Lady Lodge - hier kommen Astronomiebegeisterte bei der Beobachtung des Sternenhimmels auf ihre Kosten. Allabendlich, nach einem frühen Essen mit Einbruch der Dunkelheit, kann jeder Interessierte Beobachtungen von verschiedenen Dämmerungserscheinungen wie dem Aufsteigen des Erdschattens, Zodiakallicht und Farbveränderungen des Himmels sowie langsames Auftauchen der Sterne, Sternbilder und Planeten mit oder ohne Instrumente verfolgen. Wenn es komplett dunkel geworden ist, können dann mit bloßem Auge Sternbilder, Kugel- und offenen Sternhaufen sowie Gasnebel beobachtet werden. Weiterhin haben die Besucher die Möglichkeit, diese Objekte teleskopisch genauer durch Fernrohre oder Feldstecher zu betrachten. Auch Galaxien wie die „Zigarre“ NGC 4945, Centaurus A NGC 5128 oder andere astronomische Schätze gilt es zu entdecken. ![]() Stellt man eine Kamera auf ein Stativ und fotografiert den Sternenhimmel mit langer Belichtungszeit, so hinterlassen die Sterne infolge der Erddrehung Spuren auf dem Film - hier eine Aufnahme am Brandberg. Neben den Sternenbeobachtungen werden am Samstag nach dem Frühstück eine Pirschfahrt sowie eventuell Microlight-Flüge angeboten. Preisliste: Zweibettzimmer: 895 N$ (inklusive Abendessen und Frühstück), Einzelzimmer: 515 N$ (inklusive Abendessen und Frühstück), Camping pro Person: 65 N$ (Selbstversorger - oder Verpflegung wie unten angegeben); Abendessen: 95 N$, Frühstück: 45 N$ Es ist außerdem ein Sicherheitsdienst vorhanden. Autobewegungen sind während der Nacht am Beobachtungsplatz nicht gestattet. Da der Winter in Afrika besonders kalt sein kann, ist warme Kleidung erforderlich. Alle Sternenfreunde sollten ihre Buchungen direkt bei der White Lady Lode tätigen. Kontakt: Tel.: +264-64-684004, Fax: +264-64-684006, E-Mail: ugab@iway.na. Sollte die Lodge ausgebucht sein, gibt es in Uis selbst genügend Unterkunftsmöglichkeiten, z.B. das Brandberg-Restcamp. Von Sybille Schott |
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