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Air Namibia

 

Vom  4.02.2010

Bäume an Rastplätzen und Fernstraßen

Der Omuparara (Peltophorum africanum), Familie Caesalpinioideae

© Luise Hoffmann
Leuchtend gelbe Blütenkerzen sind das deutlichste Merkmal des Omuparara.
In der Straßenschneise bis etwa 40 km südlich von Otavi sind die Omuparara-Bäume sehr häufig zu sehen. Am auffallendsten sind sie im Oktober/November, wenn sie mit wunderschönen goldgelben, aufrechten Blütenkerzen bedeckt sind, die bis 15 cm lang werden können. Die einzelnen Blüten können einen Durchmesser von 2 cm haben und die Blütenblätter sind zerknittert. Die großen gefiederten Blätter erinnern an die der Jakaranda, während junge Triebe, Blatt- und Blütenstiele mit samtigen rostbraunen Härchen bedeckt sind. Ein weiteres Erkennungsmerkmal sind die zahlreichen flachen, dünnen, holzigen, rostbraunen und an beiden Enden zugespitzten Hülsen, die in dichten Trauben lange am Baum hängen bleiben.

Namen: E. weeping wattle, African wattle; A. huilboom; Die Namen „weeping wattle“ und „huilboom“, d.h. ‚weinender Baum‘ - beziehen sich auf eine Eigenschaft, die gelegentlich in Südafrika zu beobachten ist. Dort wird der Baum manchmal von einem sehr zahlreich auftretenden Insekt angestochen, das den Saft aussaugt, der eine sehr verdünnte Nährstofflösung darstellt. Deshalb muss das Insekt sehr viel davon aufnehmen, um genügend Nahrung zu bekommen. Es scheidet infolgedessen viel Flüssigkeit aus, die vom Baum tropft wie Wasser. In Namibia gibt es dieses Insekt nicht und deshalb „weinen“ unsere Omupararas nicht. H. omuparara; Nd & Ky omupalala. Der botanische Name Peltophorum stammt von dem griechischen Wort für „ein Schild tragen“ und bezieht sich vermutlich auf die Form der flachen Früchte oder auf die Form des Blütenstempels. Der Omuparara kommt etwa vom Waterberg an nordwärts bis zum Kunene und zum Kavango vor. Angepflanzt findet man ihn in Windhoek entlang der Mandume-Ndemufayo-Ave zwischen Academia und Pionierspark sowie in manchen Gärten.
Diese kleinen bis mittelgroßen Bäume werden 5 - 12 m hoch, sind häufig von Grund auf verzweigt und haben eine breite Krone. Alte Stämme sind dunkelbraun, rau und längsrissig, junge dagegen glatt und grau; alle jungen Triebe sind samtartig rostbraun behaart.
© Luise Hoffmann
Dieser schöne Omuparara (Peltophorum africanum) steht östlich der B1 etwa 6 km südlich von Otavi. Viele Bäume dieser Art kommen bis etwa 40 km weiter südlich vor.
Nutzen - als Heilmittel: Rinden- und Wurzelabkochungen helfen bei Verdauungsbeschwerden. Bei den Himba im Kaokoveld gilt ein wässeriger Auszug der Blätter, mit dem man sich abwäscht, als Mittel gegen Depressionen. Der Dampf einer Rindenabkochung soll bei Augenerkrankungen helfen, während sich aus der geschälten pulverisierten Wurzel ein Wundheilpuder herstellen lässt.

Andere: in den zentralen nördlichen Gebieten werden die Zweige des Omuparara zum Bau der traditionellen Häuser und als Stützen für die großen Butterkalebassen verwendet. Aus dem Holz werden Gerätestiele, Becher und Eimerchen geschnitzt. Ein Kaltwasserauszug zerstampfter Teile des Omuparara wird auf das Fell der Tiere gestrichen, um sie vor Stechfliegen zu schützen. Die getrocknete zerstampfte Wurzel kann in die Nahrung gemischt werden, um Menschen zu vergiften.
Rinder und Ziegen fressen die jungen Triebe und die Hülsen, während die Zweige und Blätter von Elefanten, Spitzmaulnashörnern, Giraffen, Kudus, Impalas und Duikern bevorzugt werden. Die Blüten enthalten viel Nektar und die Pollen und sind eine gute Bienenweide.
© Marc Springer
Die dünn holzigen Früchte des Omuparara.
Anpflanzen: Die Saat keimt leicht, junge Bäumchen lassen sich gut umpflanzen und die Wurzeln dringen nicht in andere Beete ein. In den ersten Jahren müssen jungen Omupararas vor Frost geschützt werden. Sie wachsen etwa 1 - 1.5 m pro Jahr.
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