Newsletter

Auf Tour

 

Air Namibia

 

Vom  1.07.2010

20 Jahre zum Schutz von Geparden

© CCF
Dieses Jahr feiert der Cheetah Conservation Fund (CCF) sein 20. Jubiläum als eine internationale, wohltätige Stiftung zur Erhaltung freilebender Geparden. Das Besucher- und Forschungszentrum des CCF außerhalb von Otjiwarongo ist täglich geöffnet und wird von Touristen aus aller Welt besucht. Der CCF ist stolz auf seine Pionierrolle in der Aus- und Weiterbildung von Studenten und Farmern, der Förderung von Raubtierkontrolle (ohne zu töten) durch Herdenschutzhunde sowie ökologischer, tiermedizinischer und genetischer Forschung, die zur Erhaltung der Geparden für zukünftige Generationen beiträgt.

Dr. Laurie Marker, Gründerin und geschäftsführende Direktorin des CCF, war dieses Jahr Mitpreisträgerin des Tyler-Preises für herausragende Leistungen im Umweltbereich. Sie kam 1977 nach Namibia, um Geparden zu erforschen. Als sie herausfand, wie wenig über das Verhalten und die Ökologie dieser Raubkatze bekannt war und Farmer Geparde wegen empfundenen oder tatsächlichen Nutztierverlusten töteten, entschloss sie sich, kurz nach der namibischen Unabhängigkeit aus den USA nach Namibia zu ziehen, um gemeinsam mit Farmern nach Lösungen zum Erhalt des Geparden zu suchen. Auch Dank der Unterstützung von Namibias Gründungspräsidenten, Dr. Sam Nujoma, als internationaler Schirmherr des CCF, haben Farmer begonnen, von der Arbeit des CCF Notiz zu nehmen und sind auch zur Zusammenarbeit bereit.

CCF-Programme umfassen Fortbildungskurse für Kommunal-, „re-settled“ und Neufarmer in integrierter Haltung von Nutz-, Wild- und Raubtieren. Außerdem werden Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt wie der Bau von Dornbuschzäunen in der Nähe der Hofstelle, das Halten von anfälligen Jungtieren in ,Kraals’, das Einsetzen von Pendeltoren auf Wildfarmen, um den Zaun vor dem Graben von Warzenschweinen zu bewahren, die sonst Einlass für Raubtiere verschaffen, sowie die Förderung von Hegegebieten, um Wild dort gemeinschaftlich zu verwalten. Der CCF nutzt erprobte Methoden aus der ganzen Welt und von namibischen Farmern, aber entwickelt auch neue und hilft somit Farmern, Verluste durch Raubtiere zu vermeiden und mit ihnen zusammenzuleben. Zum Beispiel züchtet der CCF Hütehunde aus der Türkei und hat bisher über 350 Hunde an Farmer weitergegeben, um deren Schaf- und Ziegenherden zu schützen. Der CCF arbeitet mit Organisationen wie NAU, NNFU, CANAM, WWF, NASCO, LCMAN und NNF zusammern.
Außerdem hilft der CCF mit der Wiederherstellung der Grasflächen im nördlichen Namibia. Hierbei werden verbuschte Flächen gerodet, die so gewonnenen Dornbüsche vor Ort gehäckselt und dann in die Fabrik in Otjiwarongo transportiert, wo sie zu Bushblok (Heizbriketts) verarbeitet werden. Das Bushblok-Projekt schafft so Arbeitsplätze und gibt dem Gepard die offene Savannenlandschaft, die er zum Jagen braucht.
© CCF
Dr. Laurie Marker, Gründerin und Geschäftsführende Direktorin des CCF, bei der Untersuchung eines Geparden.
Obwohl Namibia die größte Gepardenpopulation hat, entspricht dies nur einem kleinen Anteil des Ausbreitungsgebietes von Geparden. CCF bildet auch Biologen, Artenschützer und Mitarbeiter von Naturschutzbehörden aus anderen Ländern aus, in denen der Gepard vorkommt, damit sie die Forschungs- und Arbeitsmethoden des CCF erlernen und in ihren Heimatländern zur Lösung des Konflikts zwischen Mensch und wildlebenden Tieren anwenden können. Das Motto des CCF, „We Can Live Together“, ist außerdem ein wichtiger Teil der Botschaft, die der CCF jedes Jahr Tausenden von namibischen Schulkindern näherbringt, die das CCF-Zentrum besichtigen oder vom CCF in ihren Schulen besucht werden.

Am 17. Juli lädt der CCF zum 12. Mal zu seiner jährlichen Benefizgala zu Ehren der Geparde im Windhoek Country Club ein. Das diesjährige Motto, „Racing to the Future“, unterstreicht das Ziel des CCF’s, den wilden Geparden für die Zukunft zu erhalten. Der Abend bietet musikalische Unterhaltung von der Ongoma-Marimba-Band, ,,Danella and Jesus“ aus Otjiwarongo und Spanien, eine stille Auktion mit attraktiven Preisen, ein leckeres 3-Gänge-Menü und die Ehrung von besonders verdienten Gepardenschützern. An diesem Gala-Abend werden Unternehmen, Natur- und Artenschützer, Farmer, Regierungsvertreter und Diplomaten sowie Freunde und Förderer des CCF aus dem In- und Ausland teilnehmen und auch alle inte-ressierten Leser sind recht herzlich eingeladen.

Gastredner ist Dr. Steve O’Brien, Leiter des ,,Laboratory of Genomic Diversity’’ des ,,National Institute of Health (NIH)’’ in Washington DC, USA. Dr. O’Brien ist Vorsitzender des Stiftungsvorstandes vom CCF USA und ist international anerkannt für seine Forschungsbeiträge in Human- und Komparativgenetik, Evolutionsbiologie, HIV/Aids und Retroviren. Dr. O’Brien’s Forschung ist vielfältig und umfasst sowohl Katzengenom-Kartierung als auch die Entdeckung von CCR5-delta32, dem ersten menschlichen Gen, das nachweislich vor AIDS schützt. Dr. O’Brien hat außerdem über 500 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht.

Informationen zu dem Gala-Abend gibt es unter 067-304806 oder 081-3454605 oder per E-Mail ccfinfo@iway.na . Eintrittskarten kosten 400 N$ und ein Tisch mit 10 Plätzen kostet 4000 N$.

Von (eingegangen)
Archiv


Wetter

Anzeige
Vorschau

 

Foto des Monats

 

Anzeige
Anzeige