Mopane-RaupenUmgangssprachlich als Mopane-Würmer bezeichne sind es die haarigen Raupen des Mopanefalters (Gonimbrasia belina), die die Einheimischen als Snack nutzen. Die Mopane-Raupen haben dreimal so viel Proteingehalt wie Rindfleisch. Sie ernähren sich von dem Laub der Mopanebäume und können diese innerhalb weniger Wochen völlig kahl fressen. Der Mopanefalter hat eine Flügelspannweite von 12 cm und ist schön rotbraun und grau gemustert. Die sehr nahrhaften Raupen werden frisch gegessen oder können geröstet und getrocknet mehrere Monate lang aufbewahrt werden. Sie sollen im Geschmack an Teeblätter erinnern und werden oft in Tomaten- oder Chilisauce eingelegt. Sie sind so beliebt, dass sie in manchen Gebieten bereits ausgestorben sind, weil nicht genug Raupen überleben, sich verpuppen und vermehren konnten. Man forscht daher - bisher allerdings mit wenig Erfolg - nach Möglichkeiten, sie wieder in solche Gebiete einzuführen.Mahangueine Hirseart, gehört hier im Norden Namibias zu den meist angebauten Grundnahrungsmittel. Er wird zu Beginn der Regenzeit ausgesät und kann bereits 2-3 Monate später geerntet werden. Die Pflanze hat für uns gewisse Ähnlichkeiten mit einer Maispflanze, die Kolben sehen jedoch eher aus wie ein Schilfkolben. Diese Kolben werden geerntet, wobei die Pflanzenstängel auf dem Feld bleiben. Später werden die Tiere in die abgeernteten Mahangufelder getrieben, um die Pflanzenstängel zu fressen. Die Kolben werden nun getrocknet, um danach die einzelnen Körner vom Kolben zu entfernen. Diese Körner werden nun mit Asche vermischt, damit kein Ungeziefer sich gütlich tut, und in Körbe oder Fässer abgefüllt. Kurz bevor der Mahangu zubereitet wird, stampfen die Frauen den Mahangu zu Mehl oder bringen die Körner in die Gemeinschaftsmühlen. Der Mahangu wird anschließend zu einem grauen Brei gekocht und zusammen mit Fleisch oder Kürbis gegessen.Biltongist eigentlich eine Spezialität der südafrikanischen Küche und hat sich von dort aus auch in Namibia sehr verbreitet. Biltong ist Fleisch von verschiedenen Wildtieren oder auch vom Rind, welches in Streifen geschnitten und gewürzt hängend luftgetrocknet wird und dann sehr lange haltbar ist. MarulaDer Marulabaum gehört zu den wertvollsten Bäumen Afrikas. Ein Marulabaum kann durchschnittlich eine Tonne Früchte tragen. Eine Frucht hat viermal so viel Vitamin C wie eine Apfelsine. Sie sind etwa golfballgroß und wechslen ihr Farbe beim Reifen von olivgrün nach goldgelb. Wegen ihrer durstlöschenden, erfrischenden Wirkung sind die Früchte besonders bei den einheimischen Kindern sehr beliebt. Erwachsene hingegen schätzen das aus ihnen hausgebraute Marula-Bier. Außerdem kann man aus der Frucht Gelee, Marmelade und den bekannten Amarula-Likör herstellen. Dazu wird das Fruchtfleisch in traditionellen Kupferkesseln destilliert, reift für zwei Jahre in Eichenfässern und kommt mit Sahne verfeinert als unvergleichlich schmackhafter Sahnelikör (17% Vol.) auf den Markt.
Die Marulanüsse haben einen Fettgehalt von 50 - 60%. Beim Kochen tritt das Öl aus und wird als Speiseöl und Schönheitsmittel sowie zur Herstellung einer milden Gesichtsseife verwendet. Die Frucht verschafft vielen Frauen in ländlichen Gebieten ein Einkommen. Die sehr harte Schale des Marulakerns lässt sich maschinell nicht knacken, ohne die sehr weiche Nuss zu beschädigen. Deshalb beruht die Herstellung von Marualöl und -seife zum größten Teil auf Handarbeit.
Potjie Der südafrikanische Potjie hat sich auch außerhalb Südafrikas zu einem Kultobjekt entwickelt. Das Wort Potjie (sprich:"Poikie") hat seine Wurzeln im Afrikaans und bezeichnet neben dem bauchigen gusseisernen Kessel auch das mehrstündige, gemeinschaftliche Essen und Feiern an sich. Deutsche und holländische Siedler verließen ab ca. 1835 Kapstadt und die Britische Herrschaft, um in den Weiten des Hinterlands ihr Glück zu suchen. Dabei hatten die Auswanderer nur ihre Ochsenkarren und versorgten sich mit dem, was sie unterwegs fanden bzw. erlegen konnten. Den Tag über wurde der Topf mal mehr, mal weniger reich gefüllt, eventuell durch mitgeführte Vorräte und Gewürze erweitert und abends aufs Feuer gestellt. Der Potjie wurde nie ganz leer gegessen, so dass immer etwas Geschmack (Fond) für das nächste Essen im Topf verblieb. BraaiMit Braai (Afrikaans für braten) bezeichnet man die Variante des Grillens, die in Namibia und Südafrika gepflegt wird. Gewöhnlicherweise wird neben der Tätigkeit des Grillens auch das Grillen als gesellschaftliches Ereignis als Braai bezeichnet. Es genießt einen hohen Stellenwert. Daher befinden sich in vielen öffentlichen Bereichen Braaiplätze.TrockenwurstBei diesem Produkt handelt es sich um Luftgetrocknete Trockenwurst mit würzigem Pfeffergeschmack und der original Südafrikanischer Gewürzmischung. Sie ist eine Art namibische Landjäger. Diese Trockenwurst-Spezialität entstammt ebenfalls einer traditionellen Konservierungsmethode. Hierbei werden die kleinfingerstarken Wurststränge an der Luft getrocknet. Feine landestypische Gewürze sorgen für den unverwechselbaren Geschmack.










