AZ: Vom pulsierenden Kap in die Einsamkeit der Namib-Wüste - warum machen Sie diesen Schritt?
de Klerk: Viele Brautpaare wünschen sich eine Hochzeit fern von der Hektik einer Großstadt. Der Trend geht zurück in die Natur. Da liegt es natürlich nahe, dass ich mich im Nachbarland Namibia umschaue. Die Landschaft hier ist einzigartig, und die Einsamkeit macht alles sehr romantisch.
AZ: Wieso haben Sie sich für die „A Little Sossus“-Lodge entschieden?
de Klerk: Ein Freund von mir betreibt die Lodge und bat mich, ihm dabei zu helfen, sein Geschäft zu entwickeln. Ich habe natürlich nicht lange gezögert. Schließlich könnte es für Hochzeiten im Freien wohl kaum einen schöneren Flecken Erde geben. Die Quellen von Sossusvlei und die spektakulären Dünen sind nur knapp 40 Kilometer von seinem Anwesen entfernt. Die Trauungszeremonie kann dort zu einem traumhaften Erlebnis werden.
AZ: Wie kommen die Umbauarbeiten voran?
de Klerk: Sehr gut. Wir sind gerade dabei, das Brautzimmer herzurichten. Ich will nicht zu viel verraten. Nur das: Es wird herrlich; groß und hell. Zudem schaue ich mich zurzeit nach einem geeigneten Wellness-Center in der Umgebung um. Die Hochzeit in der Einsamkeit der Wüste soll nicht bedeuten, dass die Braut auf ihre Schönheitspflege verzichten muss.
AZ: Was muss ein Paar beachten, wenn es Ihren Service buchen möchte?
de Klerk: Ich brauche etwa sechs Monate Zeit, um die Hochzeit vorzubereiten. Denn ich möchte keinen Wunsch unerfüllt lassen. Alles, was das Brautpaar tun muss, ist, mir seine Vorstellungen zu skizzieren – auch per Email. Dann können sich die Beiden entspannt zurücklehnen. Wer in Namibia heiraten möchte, muss die gesamte Lodge – sie kann bis zu 40 Personen beherbergen – für ein verlängertes Wochenende buchen. Sonst lohnt sich der Aufwand nicht. Denn ich lasse alles aus Südafrika antransportieren. Die Blumen, das Brautkleid, das Geschirr. Sogar die Zutaten für den Hochzeitskuchen, den ich übrigens selber backe.
AZ: Wie viel wird eine Hochzeit in Namibia in etwa kosten?
de Klerk: Das kann ich bisher noch nicht sagen. Wie gesagt, vieles muss ich eigens aus Südafrika importieren. In Kapstadt lagen die Kosten in der Regel zwischen 870 und 1200 Dollar pro Person. Ich denke, dass es in Namibia ein bisschen teurer werden könnte.
AZ: Warum haben Sie sich entschieden, Hochzeitsplaner zu werden?
de Klerk: Ich habe 1990 die Hochzeit meiner Schwester organisiert. Mit 380 Gästen! Es war ein gigantischer Erfolg und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Danach habe ich in meiner Freizeit weitere Hochzeiten organisiert – ohne allerdings meinen Job als Buchhalter aufzugeben. Erst seit 2000 habe ich mein Hochzeits-Hobby zu meinem Hauptberuf gemacht.
AZ: Werden Sie künftig nur noch in Namibia arbeiten?
de Klerk: Nein, ich habe mir folgendes Modell überlegt. In den Wintermonaten, von April bis August, vielleicht auch in den September hinein, werde ich die Hochzeitsfeste in Namibia organisieren. Zu dieser Zeit ist es in Kapstadt ohnehin zu regnerisch. Im südafrikanischen Sommer, also etwa von November bis Februar, wiederum ist es in Namibia zu heiß. Dann werde ich die Feiern in Kapstadt organisieren. Beiden Angebote ergänzen sich perfekt. Sie erlauben mir, das ganze Jahr zu arbeiten.