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Auf Tour

 

Air Namibia

 

Vom  5.08.2010

Die Zeit danach

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ist vorbei, die Zeit des Resümees hat begonnen. Auch für die Tourismusstrategen und alle anderen Beteiligten der Reisebranche in Namibia. Aus deren Sicht fällt das Fazit etwas nüchtern aus. Immerhin hat das sportliche Großereignis aus namibischer Sicht allenfalls für eine leichte Verstimmung gesorgt, ein richtiger Kater ist zum Glück ausgeblieben.

Je näher die Weltmeisterschaft rückte, desto geringer wurden hierzulande die Erwartungen und Hoffnungen auf einen großen Reiseboom. Die ersten Zahlen, die kurz nach Ende der Veranstaltung veröffentlicht wurden, haben dann bestätigt: Im ersten Halbjahr 2010 war die Zahl der internationalen Besucher gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig. Die der Besucher aus der Region sind aber gestiegen – was nichts mit der WM zu tun hat, wie belegt wird.

Aus der Statistik des Hosea-Kutako-Flughafens, wo die meisten Namibia-Touristen ins Land einreisen, geht hervor, dass internationale Ankünfte von Januar bis Juni 2010 um 2,2 Prozent gesunken sind. Bei Besuchern aus der Region wurde hingegen ein Plus von 0,9 Prozent registriert. Die Zahlen für den Monat Juni sprechen dann mit Bezug auf die WM eine deutlichere Sprache: So gab es im Juni 2010 gegenüber dem Vorjahresmonat einen deutlichen Rückgang bei Besuchern aus der Region (-23,2%) und aus Übersee (-9,3%). Vielleicht ist es für die hiesige Reisebranche tröstlich, dass die Situation in Namibia nicht anders war als in anderen Ländern im südlichen Afrika, teils sogar im WM-Gastgeberland selbst.

Trotzdem: Diese Premiere der Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent wird angesichts eines gut organisierten und freundlich aufgetretenen Gastgebers in positiver Erinnerung bleiben – und deshalb langfristige Effekte auf das Reiseverhalten bzw. die Reisebranche haben. Auch zugunsten von Namibia. Südafrika hat in diesen vier Wochen einen Image-Wandel vollzogen (Seite 12), und dies wird vor allem für seine Nachbarstaaten nicht ohne Wirkung bleiben.

Mit dem Ende der Weltmeisterschaft gab es aus touristischer Sicht wieder gute Nachrichten für Namibia: Die Besucherzahlen steigen! Einen kleinen Ausschnitt von dem, was Namibia-Besucher hier erwarten und erleben können, zeigen wir erneut in dieser aktuellen Ausgabe. So nehmen wir Sie mit auf eine spannende Reise in die Dünen der Namib-Wüste mit interessanten Begegnungen (Seite 3). Auf die Spuren den Nama begeben wir uns mit einer Wanderung durch den Fischfluss-Canyon (Seite 6). Den faszinierenden Sternenhimmel bringen wir auf Seite 8 näher, den heimischen Prosopis-Baum, der uns allerorts begegnet, beleuchten wir auf Seite 10. Ebenfalls in dieser Ausgabe: Der 2. Teil der Rubrik „Urlaub mit Vierbeinern“.

Inzwischen ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Geschichte. Für die namibische Tourismusbranche heißt das: Abhaken und weitermachen. Denn es gibt auch ein Leben nach der WM. Und erst recht viele gute Gründe, in Namibia zu reisen!
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