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Vom  1.11.2007

Afrika ist unschuldig

© AZ
Eine in Südafrika produzierte Fernsehsendung widmete im Oktober ihr Programm dem Thema „Flugverkehr und Luftverschmutzung“, d.h. es wurde ausführlich darüber berichtet, wie der zunehmende Luftverkehr den Treibhauseffekt beschleunigt. Schuld daran seien die Fluggesellschaften, die mit Billigangeboten die Zahl der Flüge in den letzten Jahren dramatisch erhöht hätten. Bei 10000 Metern Höhe sei die Auswirkung auf das Klima beim Verbrennen von Treibstoff drei Mal größer als am Boden. Experten zufolge könnte der Beitrag des Luftverkehrs zum Treibhauseffekt den der etwa 600 Millionen Pkws weltweit schon bald übertreffen - die Entwicklung durch die Billigflieger nicht einmal eingerechnet.

Eigentlich ein interessanter, wie auch relevanter Beitrag. Aber die in der Sendung von Experten zitieren Lösungsvorschläge waren für Zuschauer im südlichen Afrika ein Schlag ins Gesicht. „Na ja“, sagte einer der Umweltschützer ganz lässig: „Man müsste halt die Hälfte der Flüge komplett streichen.“

Erhöhte Flugpreise sowie hohe Kerosin-Besteuerung, überhaupt eine Einschränkung von Flügen weltweit – für das Land Namibia, das 80% der Besucher per Flugzeug erreichen, wäre das eine Katastrophe. Der Tourismus ist inzwischen eine der wichtigsten wirtschaftlichen Säulen.

Eines muss man doch mal sagen: Afrika, trotz all seiner Fehler, ist am Treibhauseffekt und der daraus resultierenden Erderwärmung nicht schuld. Und der Kontinent darf deshalb auch nicht bestraft werden. Zugegeben, das Problem ist sicher sehr viel komplexer. Der Tourismus ist für Afrika jedoch eine der wichtigsten Möglichkeiten, Arbeitsplätze zu schaffen, Einkommen zu generieren und damit auch die Natur zu schützen – und darin liegt ja das Dilemma: Fluggäste tragen zwar zur Luftverschmutzung bei, aber ohne Touristen haben viele vom Aussterben bedrohte Tier- oder Pflanzenarten keine Chance.

Auch die Jagd ist ein umstrittenes Feld. Dennoch kann Namibia auf diese Branche nicht verzichten und tragen Jäger sogar zur Hege des Wildes einen erheblichen Teil bei. Deshalb widmen wir uns einmal im Jahr diesem Thema. Die aktuelle Ausgabe, die zeitgleich mit dem Start der Messesaison in Europa publiziert wird, ist ein Sonderprojekt: Nicht nur gibt es auf den 40 Seiten Informationen zum Jagen und Fischen in Namibia, sondern beinhaltet die Publikation einen separaten englischen Teil, der für die „7 Naturwunder Namibias“ auf den nicht-deutschen Messen in Europa Werbung machen soll. Und dann gibt es noch ein kleines „Bonbon“: die Premiere unseres herausnehmbaren Schreibtischkalender-Blattes für den Monat November.
Viel Freude beim Lesen!
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