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Vom 18.05.2010

Rekordversuch auf Skiern auf Namibias Dünen

Erstmalig in der Geschichte des Skisports versucht Henrik May am 31. Mai 2010 einen Geschwindigkeitsnachweis für das Guinness-Buch der Rekorde mit Ski auf Dünensand aufzustellen.

© privat
Skifahren im Sand, für Henrik May mehr als nur ein Beruf.
Nirgends kann man die Weite Namibias besser erleben als in der Namib-Wüste, die dem Land den Namen gab. Swakopmund befindet sich am Rande der Wüste und ist die Basis von Ski Namibia. Mit seinem Unternehmen bietet Henrik nicht nur Ski fahren und Ski Alpine an, sondern auch Ski-Wanderungen sowie Nachtwanderungen auf Skiern zwischen Swakopmund und Walvis Bay.

Jetzt hat sich der ehemalige Leistungssportler der Nordischen Kombination und begeisterter Hobby-Alpin-Fahrer eine neue Herausforderung gesucht. „Es ist eine einmalige Chance für mich in das Guinness-Buch der Rekorde zu gelangen. Ich habe mich zwei Jahre darauf vorbereitet und will es unbedingt schaffen“, sagt der Wahlnamibier.

Lange hat Henrik nach dieser Düne gesucht, die ideal ist, um seinen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen. Sie ist nicht nur zirka 75 Meter hoch, sondern auch mehr als 29 Grad steil. Die Abfahrtslänge bis zur ersten Lichtschranke beträgt 110 m bei einer Gesamtlänge von 140 Metern. Danach hat die Düne eine sehr lange Auslaufzone, da ein schnelles Abbremsen bei dieser hohen Geschwindigkeit im Sand nicht möglich ist. Henrik möchte die Aufstiege zu Fuß bewältigen, seine Ausrüstung selber hochtragen, um auch ein Zeichen zum Umweltaspekt zu setzen. Für seinen Rekord hat er eine Stunde Zeit, drei Abfahrten versucht er zu absolvieren. „Es ist recht schwierig, diesen Rekord aufzustellen, weil es an diesem Tag auf alles ankommt. So spielen Sandbeschaffenheit, das Wetter und letztendlich meine Kondition eine entscheidende Rolle“, weiß der ehemalige Leistungssportler.

Der Startschuss beginnt, nachdem Henrik seine zwei paar Speed-Skis nach oben gebracht hat. Die erste Abfahrt absolviert er mit Telemarkskiern, außerhalb der Zeitmessung. Danach läuft die Zeit für das Guinness Buch. Die Abfahrten erfolgen in einer erodynamischen Hockposition, geradeaus. Die Zeitmessung wird in der Hochgeschwindigkeitszone, kurz vor Ende der Düne und im Abstand von zehn Metern erfolgen. Das Equipment unterliegt den Regularien des Internationale Skiverbandes und ist für jeden zugänglich, der diesen Rekord brechen möchte. Einige Sponsoren haben diesen Rekordversuch ermöglicht. So bekam Henrik zwei paar Weltcup-Skier von HEAD, Wax von TOKO, eine Zeitmessanlage von Alge Timing und die Werbe-Unterstützung von Knicken.

Anlässlich dieser Veranstaltung wird eine Delegation aus Europa einfliegen. Sie bringen Henrik das nötige Equipment mit und unterstützen ihn bei allen Vorbereitungen für das Speed Sandskiing.

„Viele Freiwillige helfen uns bei diesem Rekord, da die Regularien sehr strikt sind und vieles bedacht werden muss, um einen erfolgreichen Geschwindigkeitsnachweis aufzustellen“, erzählt Henrik. So müssen beispielsweise alle verwendeten Materialien wie Helm, Skier, Wax, Messanlage usw. zertifiziert werden, um schließlich in London bei der offiziellen Stelle, die die Guinness-Buch-Eintragungen vornimmt, anerkannt zu werden.

Bisher hat Henrik mit seinen neuen Skiern 15 Abfahrten absolviert und den Rekordversuch zweimal geübt. „Es wird viel darauf ankommen, wie gut ich meine Abfahrten ausführen kann. “, so Henrik, der bis zu 70 Kilometer schnell die Düne hinunterrasen wird.

„Dieser Rekord ist für mich ein sportliches Zeichen für Frieden und Zusammenhalt verschiedener Völker, denn ohne Namibia gibt es kein Speed Sandskiing und ohne die Europäer gebe es keine Skifahrer“, resümiert Henrik, der an diesem Tag nichts dem Zufall überlassen will.

Der Rekordversuch startet am 31.5. 2010 ab 7.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, jedoch wird um Spenden für den Erhalt und Schutz des Dünengürtels zwischen Swakopmund und Walvis Bay gebeten.
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