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Vom  4.10.2007

Mit dem Funkgerät im Gepäck...

© Heinz Krikkis
Martin Barbeln aus Deutschland als Funkamateur in Namibia in seinem Element.
Martin Barbeln ist seit 1988 leidenschaftlicher Funkamateur. Dazu gekommen ist er über seine berufliche Ausbildung als Elektrotechniker. Hinter seinem Haus in Deutschland in Verden an der Aller steht ein zehn Meter hoher Mast. Als er mit seiner vierköpfigen Familie einen vierwöchigen Urlaub in Namibia plante, stand für den 40-Jährigen fest: „Ich nehme mein Funkgerät und die dazugehörige Autoantenne mit, auch aus Sicherheitsgründen versteht sich“.

Ein wenig Neugierde hätte wohl auch dahinter gesteckt, sein Funkgerät im Reisegepäck mitzunehmen. Und Antworten auf die Fragen zu finden: Wen werde ich auf dem „Schwarzen Kontinent“ alles kontaktieren können? Welcher Nationalität wird die Stimme, die ich über den Äther zu hören bekomme, angehören? Barbeln gibt zu: „Ich hatte nicht erwartet, mit so vielen Funkamateuren in Namibia sprechen zu können“.

Ihm war klar: Die Sprache ist international, also englisch, wie auch auf den Schiffen und in der Luft. Aber nicht klar war ihm, welcher Nationalität seine „Partner“ angehören. „Und das war dann doch ganz unterschiedlich“, weiß Barbeln zu berichten, „ging über Österreicher, Engländer, Franzosen und Deutsche, aber auch erstaunlich viele Namibier meldeten sich auf dem Funkkanal“.
© Privat
Sie sind sich alle einig: Das war nicht unser letzter Urlaub in Namibia, Kerstin, Jennifer und Patrick Barbeln
Bei dieser Gelegenheit erfuhr er, dass auch in diesem Jahr in Swakopmund das Funk
amateurtreffen „unter dem Leuchtturm“, das alljährlich weltweit organisiert wird, wieder stattfindet und fügte hinzu, „da wäre ich natürlich gern noch dabei gewesen, aber leider sind wir zu diesem Zeitpunkt schon wieder in Deutschland“.

Aufregend waren die Tage für den Namibia- Urlauber vorher. „Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass dann doch alles so reibungslos über die Bühne gehen würde, so beispielsweise die Abwicklung mit dem Zoll“, berichtete Barbeln, der sich die ersten Informationen übers Internet holte. Und dabei sei er auf die Seite des namibischen Amateurradio-
clubs gekommen. Dort werde sehr genau beschrieben, wie man bei der Namibian Communications Commission (NCC) die Gastlizenz (Kosten: 60 Namibia-Dollar) beantragen müsse.

Es habe keine sechs Wochen gedauert, da hätten ihm schon die Genehmigungen vorgelegen. Und ob sich dieser ganze Aufwand denn auch gelohnt habe, wollten wir wissen? Martin Barbeln: „Im großen und ganzen war es eine interessante Erfahrung und hat mir viel Spaß gemacht. Ich hätte mir allerdings noch mehr Informationen über Gästefarmen mit der Möglichkeit des Amateurfunks gewünscht und diese dann auch in meine Reiseplanung einbezogen“.

Barbeln weiter: „In Namibia habe ich dann erfahren, dass einige namibische Funkamateure auf Farmen wohnen, leider konnte mir niemand sagen, ob diese auch Unterkunft für Gäste anbieten. Ich kann anderen Funkamateuren nur empfehlen, ihr Gerät bei einem Urlaub in Namibia mitzubringen und Amateurfunk zu betreiben“.

Namibia hat nur sehr wenige aktive Funkamateure. Daher ist eine Verbindung mit Namibia immer sehr interessant für andere Funkamateure. In Deutschland gibt es ca. 60000 Funkamateure, in Namibia knapp hundert. Bei einem erneuten Besuch dieses Landes würde Barbeln noch mehr Funkausrüstung, insbesondere Antennen mitbringen, um noch mehr Verbindungen mit anderen Funkamateuren in aller Welt möglich zu machen.

„Dann“, so der Offizier und Berufssoldat der Bundeswehr, „wäre die Zahl meiner Gesprächsteilnehmer nicht nur bei 20 geblieben, sondern doppelt so hoch“. Denn dass er dieses wunderschöne Land noch einmal besuchen werde, stehe jetzt schon hundertprozentig fest, ob mit oder ohne Funkgerät.
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