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Vom 17.06.2008

Sechstes Fliegertreffen in der Namib-Wüste

Spaß am Fliegen hatten am Wochenende vom 31. Mai bis zum 1. Juni besonders die Piloten, die mit ihren Flugzeugen zum 6. Fly-In auf Rostock Ritz angereist waren. Das Treffen fand mit Unterstützung vom Westair-Maintenance-Team und Wolfgang Kühhirt (Kücki) statt.

© privat

An dieser perfekt organisierten Veranstaltung nahmen 30 Flugzeuge, davon acht aus Südafrika und 22 aus Namibia teil. Davon meldeten sich 23 Flugzeuge für den dreiteiligen Flugwettbewerb, koordiniert von Jochi Sell als Luftraumkontrolleur. Er übernahm die Koordination der Flugzeuge vom Boden aus über Funk im Anflug/Abflug-Bereich des Flughafens. Insgesamt gab es 68 Starts und Landungen, davon drei Nachtlandungen am Freitag bei Ankunft.

Der erste Teil des Wettbewerbes war ein Navigationstest, basierend auf dem berühmten Buch „Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste” über die Erlebnisse von Henno Martin und Hermann Korn. Dabei gab Kücki den Piloten GPS-Koordinaten von Stationen der Wanderung der beiden Geologen. Die Wettbewerbsteilnehmer mussten dann diese spezifischen Punkte beispielsweise durch landschaftliche Beschreibungen identifizieren.

Der zweite und dritte Teil bestand aus den so genanten „Spot Landing”- und „Bomb Dropping”-Tests, die unter den begeisterten Zurufen der mitfiebernden Zuschauer stattfanden. Beim Bomb Dropping mussten mit Wasser gefüllte Luftballons aus 20 Metern Höhe in einen markierten Bereich (20 Meter) der Flugpiste abgeworfen werden. Je näher der Ballon am Zentrum des markierten Bereichs aufkam, desto mehr Punkte wurden dafür angerechnet.
© privat
Johann Ferreira (links) erhält den Preis für "Best Airmanship" von Wolfgang Kühhirt.
Hingegen forderte das Spot Landing vom Piloten die Landung in einem markierten Bereich (20 Meter) der Flugpiste. Auch hier wurde die Punktzahl danach berechnet, wie zentral der Flieger in dem Bereich aufgesetzt hatte.

Die erfolgreichsten Piloten bei diesem Wettbewerb waren Kai Rubow in einer PA 28 und Mike Böttger in einer C 210, die sich den ersten Platz teilten. Heiner Schlusche in einer Cheetah wurde Dritter.

Den Preis für „Best Airmanship” erhielt Johan Ferreira. Dabei steht „Airmanship” für Flugzeugführung und fasst die grundsätzliche Arbeit des Piloten zusammen. Gute Airmanship bedeutet, dass der Pilot des Flugzeuges in jeder Phase des Fluges die volle Kontrolle hat, situationsangepasste Entscheidungen trifft und somit die Sicherheit für sich und sein Umfeld garantiert.

Durch Ferreiras professionelle Führung konnte Jannie van Wyk in seiner Cita-bria eine sichere und gekonnte Nachtlandung auf der perfekt beleuchteten Rostock-Ritz-Landebahn durchführen.

Vor sechs Jahren hat Kühhirt, seit 20 Jahren selbst begeisterter Flieger, das erste Fly-In auf Rostock Ritz veranstaltet. Damit wollte er die alte Tradition der Flieger-Tage wiederbeleben, die ursprünglich von verschiedenen Farmen abwechselnd organisiert wurden. Bei diesen Treffen können sich Flieger gegenseitig in einem privaten Rahmen kennenlernen, austauschen und ihr Können in einem spaßigen Wettbewerb messen. Bei dem ersten Fly-In vor sechs Jahren nahmen zwölf Flugzeuge teil. Seitdem findet dieser Event einmal im Jahr, meistens am letzten Mai-Wochenende, auf dem „Rostock Ritz International Airport” statt.

Auch Angehörige und Flieger-Freunde hatten großen Spaß daran, sich im Tumult des „Internationalen Wüsten-Flughafens” aufzuhalten, mitzufliegen, Flugzeuge hautnah zu bewundern, zu fotografieren, mitzufiebern bei Punktlandungen und „Bomben“-Abwürfen, beim gemeinsamen Austausch und gemütlichem Essen. Wer Ruhe und Erholung bevorzugte, hat sich am Pool der Lodge entspannt und das ganze aus der Ferne verfolgt. Die Kinder hatten viel Freude mit einer Gruppe von sechs Erdmännchen, die im März dieses Jahres über die Meerkat-Rescue-Organisation von Swakopmund nach Rostock zum Auswildern gebracht wurden. Alle Beteiligten freuen sich heute schon auf den nächsten Fly-In, der am 5. und 6. Juni 2009 auf Rostock Ritz stattfinden wird. Erwartet wird eine noch größere Anzahl an begeisterten Piloten samt Angehörigen und Freunden, die sich aus reinem Spaß am Fliegen dort treffen.
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