
Der Zauberkünstler Harrie Riegel auf der ITB in Berlin am Namibia-Stand. Der 26 Jahre alte Mentalkünstler kommt ursprünglich aus Namibia und lebt seit einigen Jahren in Deutschland.
Berlin – Auf dem Messegelände am Berliner Funkturm steppt momentan in der sprichwörtlich der Touristenbär. Nachdem der Namibische Tourismusrat (NTB) bereits am Dienstag positive Reisestatistiken für das Jahr 2008 herausgegeben hatte, präsentierte er sich am Folgetag mit einer Pressekonferenz 55 internationalen Reisejournalisten. NTB-Geschäftsführer Digu //Naobeb stellte dabei die aktuelle Situation der namibischen Tourismusbranche vor und wurde von Tobie Aupindi, Direktor von Namibia Wildlife Resorts (NWR), begleitet. Beide hoben die besondere Bedeutung des Reisesektors für Namibia hervor. „Wir müssen uns bewusst sein, dass wir durch unsere Arbeit in der Reisebranche eine starke Verantwortung für unser Land besitzen“, so Aupindi. Als ein Ziel von NWR nannte er die Fertigstellung weiterer Lodges und unterstrich dabei die wichtige Funktion des Standortes Gross Barmen als Knotenpunkt für Reisende zwischen den Nord- und Südgebieten sowie der Küstenregion.
Zusätzlich präsentierte der NTB im Berliner Palais am Funkturm einen brandaktuellen Reiseführer über Namibia, den der Reiseverlag von Michael Iwanowski veröffentlicht hat. „Es gilt, die sogenannten Sesseltouristen für Namibia zu interessieren“, äußerte sich Iwanowski zur Zielstellung des neuen Werkes, das 101 kurze Hintergrundgeschichten über Namibia beinhaltet. Wissenswertes über Land und Leute verbindet das Taschenbuch mit Reisetipps und Ausflugszielen sowie Informationen über Gästefarmen und Lodges. „Wer Namibia noch nicht kennt, wird es durch unser Buch kennenlernen“, so Iwanowski sichtlich begeistert. Ähnlich engagiert stellte Rob Moffet die Aufgaben von Wilderness Safaris Namibia (WSN) vor. Der Marketingdirektor von WSN wies ausdrücklich auf das unumgängliche Miteinander von Mensch und Natur hin und forderte die Stärkung eines nachhaltigen Tourismus´, der auch kommenden Generationen die Chance auf eine gute Lebensqualität in Namibia erhält. „Es wird wichtig sein, die Natur und ihre Lebensräume zu schützen und gleichzeitig ihre Bewohner zu unterstützen“, so Moffet.
Unterdessen entwickelte sich am Ausstellungsstand von Namibia ein intensiver Messebetrieb. Neben Vertretern aus Wirtschaft und Tourismus finden sich immer wieder Wegbegleiter Namibias ein, um die ITB zum Informationsaustausch zu nutzen. So statteten am Mittwoch der Honorarkonsul der Republik Namibia in Deutschland für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Burchard Führer, sowie Klaus Hess, Präsident der Deutsch-Namibischen Gesellschaft, dem Namibia-Stand einen Besuch ab.
Am heutigen Freitag geht der erste Teil der ITB zu Ende, wenn der 3. und letzte Messetag ausschließlich für Fachbesucher zugänglich ist. Am Wochenende öffnet die ITB ihre Pforten zusätzlich für die Öffentlichkeit, am Sonntag geht die Messe zu Ende.