
Einige der 25 Kinder, die die Buschmannschule auf N/aán ku sê besuchen, stellen sich den zahlreichen Gästen mit Liedern und Tänzen vor.
Zirka 1000 Namibier nutzen am vergangenen Wochenende die Gelegenheit, die Lodge und Wildauffangstation N/aán ku sê östlich von Windhoek beim Tag der offenen Tür zu besuchen. Die gute Vorbereitungsarbeit der Organisatoren sorgte dafür, dass der unerwartete Besucheransturm gut bewältigt wurde und Groß und Klein das umfangreiche Programm genießen konnten. „Wir denken darüber nach, so etwas öfter zu machen“, so Rhona Strauß von N/aán ku sê. „Da wir aber die Tiere nicht zu oft solchem Stress aussetzen wollen, wird es vielleicht nur vier Mal im Jahr möglich sein“. Bei verschiedenen Fütterungstouren konnten die Gäste Löwen, Geparden, Wilde Hunde, Affen und Leoparden aus nächster Nähe beobachten. Sie wurden vor Ort ausführlich über die Tiere, ihre Haltung und Gewohnheiten informiert.

Mitarbeiter der Lodge zeigen den Kindern im Streichelzoo, wie man die dort lebenden Tiere füttert.
Auf der Lodge selbst konnten die Besucher alles über die Tierschutzprogramme von N/aán ku sê erfahren. Interviews, die Radio Wave mit den Eigentümern Marlice und Rudi van Vuuren durchführte und live ausgestrahlt hat, ließen die Gäste einen Einblick in die vielseitigen Aufgaben und Zukunftspläne gewinnen. Auch die angegliederte Buschmannschule, die seit 2005 besteht und die von 25 San besucht wird, stellte sich mit einem kleinen Unterhaltungsprogramm vor.

Besonders aufregend für die Gäste war die Löwenfütterung auf N/aán ku sê. Aus zirka einen Meter Entfernung konnten man die Raubtiere beobachten, die keinen Zweifel daran ließen, dass sie auch hinter einem Elektrozaun noch gefährlich sein können.
Besonders beliebt bei Kindern war der Streichelzoo, in dem es neben Schildkröten, Hasen, Schafen und Ziegen auch einen Steinbock, ein Warzenschwein und einen Löffelhund zum Anfassen gab. Die Kinder durften außerdem junge Affen füttern, die allerdings aufgrund ihres Temperaments hinter dem Zaun bleiben mussten.
Und wer sich nach all diesen Eindrücken stärken wollte, konnte sich mit Speisen aus der hauseigenen Küche verwöhnen lassen.