Newsletter

Auf Tour

 

Air Namibia

 

Vom  7.02.2012

Löwen gefährdet

Konferenz soll neue Strategien entwickeln

© Huab Lodge
Löwen werden mittlerweile in der Roten Listen als gefährdete Tierart geführt.
Windhoek - Am 10. und 11. Februar findet im Rastlager Okaukuejo im Etoscha Nationalpark auf Initiative der African Lion Working Group (ALWG) die erste internationale Konferenz zum Erhalt der Löwen auf dem afrikanischen Kontinent statt. Zu der Veranstaltung sind 34 Delegierte aus Südafrika, Sambia, Tansania, Botswana, Kamerun, Äthiopien sowie Wissenschaftler aus den USA und England eingeladen.

Ziel der Konferenz ist, Ideen und Fakten über den Bestand und die Erhaltung der Löwen auszutauschen. Außerdem wird es verschiedene Präsentationen geben, die neue Methoden vorstellen, wie der Mensch-Raubtier-Konflikt entschärft und ein leichteres Überwachen der Löwen ermöglicht werden kann.
Notwendig ist diese Konferenz geworden, weil sich die Population der Löwen in Afrika drastisch verringert hat. Obwohl die Raubkatze noch über weite Teile des afrikanischen Kontinents verteilt vorkommt, spiegeln die Zahlen die Notlage der Tiere wider. 1975 sollen laut der ALWG südlich der Sahara noch zirka 200000 freilebende Löwen existiert haben. Bereits 27 Jahre später ergab eine erneute Schätzung, dass nur noch 30000 bis 100000 Löwen in Afrika lebten. Von 2000 bis 2005 sank die Zahl weiter auf zwischen 16500 und 47000, wie unabhängige Studien laut ALWG ergaben. Mittlerweile steht die Großkatze auf der Roten Liste der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdete Tierart. Nördlich der Sahara starben Löwen in den 1940er-Jahren aus. Ebenso wurden die asiatischen Löwenpopulationen während des 20. Jahrhunderts nahezu vollständig vernichtet. Ein kleiner Restbestand hat sich jedoch im Gir-Nationalpark in Gujarat (Indien) gehalten.
Bis zu diesen erschreckenden Fakten gingen die meisten afrikanischen Länder davon aus, dass der Fortbestand der Löwen auf dem Kontinent nicht gefährdet sei.
Auf einer Tagung der IUCN wurden deshalb Strategien und Richtlinien entwickelt, die den Schutz der Löwen beinhalten. Aber nur einige der Länder haben eigene Maßnahmen entwickelt und diese umgesetzt. Mit der Konferenz im Februar soll ein erneuter Anstoß gegeben werden, wie der Bestand der Löwen langfristig gesichert werden kann.

Die African Lion Working Group ist eine Organisation, die 1999 in Warmbaths, Südafrika, gegründet wurde. Sie beschäftigt sich mit dem Schutz und der Erforschung der freilaufenden Löwen in Afrika.
Archiv


Wetter

Anzeige
Vorschau

 

Foto des Monats

 

Anzeige
Anzeige