
Einer von Frank Albins Schülern zeigt in Rehoboth sein Können. Erneut machte sich der Deutsche auf den Weg nach Namibia, um für einige Verbesserungen zu sorgen. Er träumt von einem Langzeitprojekt.
Zum zweiten Mal bereits, machte sich der Basketballexperte Frank Albin auf den Weg nach Namibia, um den Sport hier im Lande unter die Arme zu greifen. Organisiert wurde das Ganze vom Deutschen Sportbund (DOSB) und durch das Auswärtige Amt finanziert. Im Fokus des Deutschen stand erneut das Besuchen von verschiedenen Sportstätten, um dort die Mängel, die so häufig auftauchen, zu verbessern und bei seinen Trainingskliniken wieder einmal junge Spieler für diesen Sport zu begeistern.
„Man muss es Schritt für Schritt machen, aber ich sehe, dass seit meinem ersten Besuch ein Schritt in die richtige Richtung gemacht wurde“, resümierte Albin bei seiner Abschiedsfeier im Goethe-Zentrum. Seit seiner Ankunft am 3. März hatte Albin wieder eine Menge Aufgaben zu bewältigen: Trainingskliniken in Ongwediva, Swakopmund, Tsumeb und zwei in Windhoek (Augustineum und der Namibischen Universität, UNAM), Kliniken mit Lehrern und anderen Trainern in weiteren Stätten des Landes und auch die Verbesserung am bereits bestehenden Sportstätten benötigten den Einsatz Albins.
Besonders viel Spaß am Sport zeigten die von Albin trainierten Basketballartisten. Mit verschiedenen Dribbelmanövern und schwungvollen Bewegungen verzauberten die Jugendlichen die anwesenden Zuschauer im Goethe-Zentrum. Spaß soll bei Albin im Vordergrund stehen, aber der Ernst darf auch nicht verloren gehen. Wie ernst es manchen ist, zeigte sich vor allem in Walvis Bay und bei der Augustineum-Oberstufe. Die anwesenden Teilnehmer waren jene, die schon einmal mit Albin den Spaß am Sport genossen und seinem erneuten Aufruf folgten und wieder mitmachten. Indes gab es in manch anderer Stadt eine eher mangelnde Teilnehmerzahl zu beklagen – in Swakopmund erschienen gerade einmal acht Spieler. Doch Albin gab nicht auf und führte seine Arbeit fort.
Für Albin ist das Geleistete jedoch noch nicht genug. Bereits im nächsten Jahr will sich der Deutsche wieder nach Namibia begeben und dort weiter machen, wo er aufgehört hat. Doch für Albin sind solche Kurzzeitprojekte nicht das Richtige, da sie „nur kleine Fortschritte ermöglichen, aber einen hohen Aufwand erfordern“, so Albin. So plant der Basketballlehrer zusammen mit dem Namibischen Basketballverband (NBF) ein Langzeitprojekt, also mehr als ein Jahr, um den Sport besser helfen und betreuen zu können. Schon im nächsten Monat wird Albin diesbezüglich Gespräche mit dem DOSB führen, hier hofft Albin vor allem auf die Unterstützung des Namibischen Verbandes, da so ein Projekt, welches natürlich mehr finanzielle Mittel erfordert, nur gemeinsam auf die Beine gestellt werden kann. „Versuchen lohnt sich auf jeden Fall“, so Albin, der schon jetzt ein kürzeres Projekt für das nächste Jahr in Aussicht gestellt bekommen hat. Doch ein Langzeitprojekt ist „natürlich wesentlich langwieriger“ und das was Namibia Albin zufolge braucht, um auch die Zukunft des Sports hier zu sichern.