
Jessica muss pausieren. Eine Muskelzerrung setzt Michelle Künzles Derby-Siegerpferd außer Gefecht.
Windhoek/Omaruru - Heute beginnt das 40. Reitturnier in Omaruru. Insgesamt 35 Prüfungen werden auf den Plätzen des Reitervereins Omaruru ausgetragen, mehr als 80 Pferde sind gemeldet. Omaruru ist seit Jahren das Mekka der namibischen Reitsportgemeinde, das Derby bildet den Höhepunkt im Kalender eines jeden Reiters. Ob als Zuschauer oder als Teilnehmer: Omaruru ist immer ein Genuss.
Gestern sind bereits die ersten Reiter angereist, um nach einer erholsamen Nacht für Reiter und Pferd entspannt in die ersten Prüfungen am heutigen Freitag zu starten. Langschläfer haben keine Chance, denn ab 7 Uhr wird zur CP-Dressur und zur JN-Dressur ins Viereck geläutet. Bei den Springreitern tönt die Glocke erst um 8.45 Uhr zum F/E Welcome Stakes. Höhepunkt des heutigen Tages wird ab 15.45 Uhr die Sundowner-Parade zum Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder Otto Traupe, Hagen Sieverling und Klaus Erbslöh.
Am Samstag ist ab 15 Uhr die Aufmerksamkeit auf den anspruchsvollsten Parcours Namibias gerichtet. Favoritin Michelle Künzle, die im letzten Jahr als fünfte Reiterin der Geschichte des Derbys den Parcours fehlerfrei beendet hat, musste ihr Erfolgspferd Jessica zuhause lassen. Die Stute hat sich eine Muskelzerrung zugezogen und muss pausieren. An Jessicas Stelle wird der Wallach Sherpa ins Derby gehen. Vor drei Wochen hat er sein Können auf dem Turnier in Nubuamis einmal mehr unter Beweis gestellt, als er mit seiner Reiterin Siege und Platzierungen in den höheren Springprüfungen einholte.
Nach den anstrengenden Derbyrunden wird DJ Danie Mostert aus Swakopmund dem Clubhaus mit Musik einheizen und es bleibt spannend, wer es in diesem Jahr ins legendäre „A-Team“ der trinkfestesten und ausdauerndsten Besucher Omarurus schafft.
Am Sonntagvormittag werden die Pferde noch einmal gesattelt, um die letzten Prüfungen zu entscheiden. Gegen 14 Uhr wird eine Parade von Teilnehmern das Turnier ausklingen lassen.