
Der neue Trainer der namibischen Nationalmannschaft: Tom Saintfiet. Der Belgier soll in der nächsten Woche in Namibia eintreffen.
Windhoek – Der gebürtige Belgier Saintfiet wird aber nach Angaben der NFA zunächst keinen Vertrag erhalten, erst müsse seine Arbeit Früchte zeigen, erklärte Pressesprecher Beau Kautu gestern vor der Presse bei der Vorstellung des neuen, aber noch nicht anwesenden Trainers. Erst wenn die Brave Warriors in den nächsten zwei WM-Qualifikationsspielen sowie im COSAFA-Pokal eine deutliche Steigerung zeigen, werde Saintfiet einen Vertrag erhalten. Jedoch betonte Kauta auch, dass nicht nur die Ergebnisse ausschlaggebend für einen Vertrag seien: „Es geht nicht immer um die Ergebnisse. Wenn sich unsere Mannschaft unter diesem Mann weiterentwickelt, dann werden wir ihm einen Vertrag anbieten“, so Kauta.
Man habe den Belgier mithilfe eines so genannten Head-Hunt-Verfahrens gefunden und dann bei einem Treffen der NFA-Exekutive am vergangenen Wochenende ausgewählt, so Kauta weiter. Der Belgier könne sich zudem seine Assistenztrainer selber aussuchen, allerdings dürften diese nicht aus dem Ausland stammen. Ob der Belgier die aktuellen Assistenztrainer Brian Isaaks und Ronny Kanalelo übernehmen wird, bleibt abzuwarten.
Die Liste der Aufträge für Saintfiet ist lang: Er soll sich neben den Brave Warriors auch um die Aus- und Weiterbildung hiesiger Trainer kümmern und zudem das Amt des Cheftrainers der U23-Nationalmannschaft übernehmen, um mögliche Talente früher zu entdecken und diese dann in den Brave Warriors-Kader zu berufen. „Saintfiet ist zwar sehr jung, aber sein Lebenslauf spricht für sich“, so Kauta.
Saintfiet hat unter anderem schon Mannschaften in Deutschland, den Niederlanden, auf den Färöer-Inseln und in der Elfenbeinküste trainiert und besitzt Sprachkenntnisse in Deutsch, Holländisch, Französisch und Englisch, darüber hinaus sogar ein wenig Arabisch und Spanisch. Alle Bemühungen der AZ, Saintfiet telefonisch zu erreichen, blieben gestern erfolglos.
Indes ging gestern das Hin und Her um den Ex-Nationaltrainer Arie Schans weiter. Kauta zufolge hat der Verband Schans von seinem Posten entlassen, bevor dieser zurückgetreten ist. Die Frage, warum Schans behauptet hatte, Namibia von sich aus zu verlassen, blieb weitgehend unbeantwortet. Kauta sagte lediglich: „Schans ist nun weg. Wir haben einen neuen Mann am Zepter der Mannschaft und jetzt sollten wir in die Zukunft blicken“.
Zudem wurde Barry Rukoro, wahrnehmender Generalsekretär des NFA, zum 1. Juli in seinem Amt bestätigt. Rukoro wird diesen Posten nun für weiter zwei Jahre besetzen und hat zudem die Option auf Verlängerung.
Auch wurde bestätigt das der neue Technische Direktor des NFA, Klaus Stärk, seine Arbeit am 11. August dieses Jahrs aufnehmen wird. Nachdem es Unstimmigkeiten mit dem ersten Kandidaten (Jochen Figge) gegeben hatte (AZ berichtete), wurde die Verpflichtung von Stärk nochmals bestätigt. Seine Aufgaben werden unter anderem darin liegen, die Nationalmannschaften der Altersgruppen U15 bis U20 sowie die Damen-Nationalmannschaft zu betreuen.