Windhoek - Namibias Tennis-Asse haben bei ihrer Rückkehr auf die internationale Bühne einen Auftakt nach Maß gefeiert. Tuki Jacobs legte in Tunis mit seinem glatten Zweisatzsieg gegen Enock Godi (6:0, 6:3) den Grundstein für Namibias Mannschaftserfolg gegen Ghana. Im zweiten Einzel musste sich Jean Erasmus zwar Henry Adjei-Darko ebenso deutlich geschlagen geben (1:6, 1:6). Doch Jacobs/Erasmus behielten im entscheidenden Doppel mit 6:4, 6:1 die Oberhand und bescherten der Auswahl von Team-Chef Johan Theron damit eine gute Ausgangsposition für die beiden verbleibenden Gruppenspiele.
Tunesien konnte derweil gegen Simbabwe einen souveränen 3:0-Auftaktsieg verbuchen. Mohamed Abid gegen Benjamin Lock (6:3, 6:3) und Slim Hamza gegen Mark Fynn (6:2, 6:1) ließen im Einzel keinen Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen. Später war der 19-jährige Lock an der Seite von Tendai Tapfuma gegen Hamza und Anis Ghorbel (3:6, 2:6) auch im Doppel-Vergleich chancenlos. Der Gastgeber setzte sich damit in der Afrika-Zone vor dem gestrigen Duell mit Namibia (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet) an die Spitze der Staffel A.
In der fünf Mannschaften umfassenden B-Staffel hat Benin mit einem 3:0 gegen Kenia die Tabellenführung übernommen, gefolgt von der Elfenbeinküste, die sich knapp mit 2:1 gegen Algerien durchsetzte. Den Nigerianern blieb am Dienstag nur die Zuschauerrolle. Nach Abschluss der Vorrundenpartien treffen die Top-Teams auf den jeweils Zweitplatzierten der Parallelstaffel. Die Gewinner dieser Aufeinandertreffen steigen in die drittklassige Kontinentalgruppe II auf, wo sie sich im kommenden Jahr neben afrikanischen auch mit europäischen Nationen messen werden.
Team-Chef Johan Theron hatte vor der Abreise nach Nordafrika den Aufstieg als Ziel ausgegeben. Bei der letzmaligen Teilnahme am Davis Cup vor drei Jahren war Namibia noch in der Europa/Afrika-Zone vertreten, wurde nach der Nichtteilnahme im folgenden Jahr allerdings herabgestuft. "Wir wollen unbedingt wieder nach oben", bekräftigte Theron bei einer Pressekonferenz im Central-Club in Windhoek. Der Präsident des Namibischen Tennis-Verbands (NTA), Bob Mould, versicherte an gleicher Stelle, dass Namibia künftig wieder jedes Jahr am Davis Cup teilnehmen werde.
Mit dem erst 17 Jahre alten Tuki Jacobs und dem 21-jährigen Jean Erasmus sowie den Ersatzspielern Johann de Witt (24) und Gideon van Dyk (25) haben die NTA-Verantwortlichen ein junges Team mit Perspektive zur 101. Auflage dieses wichtigsten Wettbewerbs für Nationalmannschaften im Herren-Tennis entsendet.










