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Vom 11.05.2010

Jahn und von Hundelshausen gehen

Die Saison in der Premierliga neigt sich dem Ende und beim Sportklub Windhoek gilt es, von zwei Leistungsträgern Abschied zu nehmen. Mit Marcus Jahn und Günter von Hundelshausen stehen zwei Defensivakteure in der kommenden Saison nicht mehr zur Verfügung.

© AZ
Routinier Günter von Hundelshausen wird beim SKW eine Lücke hinterlassen.
Während für den deutschen Linksverteidiger Jahn das 4:4 im Nachholspiel gegen die United Stars am vergangenen Samstag die Abschiedsvorstellung war, wird Innenverteidiger von Hundelshausen in den verbleibenden zwei Ligapartien gegen Black Africa und die Tigers noch zur Verfügung stehen. Beim morgigen Heimspiel gegen Black Africa (Anstoß 19 Uhr) wird der 29-Jährige ein letztes Mal vor heimischem Publikum auflaufen. Das SKW-Trainergespann um Rolf Beiter hat sich frühzeitig auf eine Nominierung des einfachen Nationalspielers – er trug beim Unabhängigkeitsspiel am 21. März 2009 gegen Botswana das Trikot der Brave Warriors – für die Startformation festgelegt. Beiter: „Es ist ein besonderes Spiel für Günter.“ Nach dem Saisonende ist dann aber definitiv Schluss, „aus beruflichen und familiären Gründen“, so von Hundelshausen, der 1980 in Otjiwarongo das Licht der Welt erblickte. „Er wird uns mit seiner Erfahrung und Abgeklärtheit fehlen“, bedauert Beiter das frühe Karriereende seines Defensiv-Allrounders, der seit seiner Rückkehr vor zwei Jahren von einem fast neunjährigen Deutschlandaufenthalt für den SKW die Schuhe geschnürt hat.
© AZ
Der ambitionierte Marcus Jahn hat stets durch seine Einsatzfreude überzeugt.
Der 24-jährige Jahn wird morgen früh in seine deutsche Heimat zurückfliegen, um dort im Sommersemester an der Gutenberg-Universität von Mainz sein Studium der Sportwissenschaften fortzusetzen. Allerdings kann sich der frühere deutsche Juniorennationalspieler gut vorstellen, eines Tages nach Namibia zurückzukehren. „Es war eine schöne und lehrreiche Zeit. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen, familiär umsorgt und bin dem SKW für die Gastfreundschaft und das in mich gesetzte Vertrauen zu großem Dank verpflichtet“, sagte ein wehmütiger Jahn wenige Tage vor dem Ende seines dreimonatigen Aufenthalts. „Mit einigen Trainerkollegen habe ich freundschaftliche Beziehungen geschlossen und gehe schon mit einem weinenden Auge“, sagte Jahn, der neben den Trainingseinheiten von diversen Jugendmannschaften teilweise auch die morgendlichen Einheiten der Premierligamannschaft geleitet und in diesem Bereich laut Beiter „einen hervorragenden Job gemacht hat“. Der Kontakt zwischen Jahn und dem SKW wird weiter gepflegt und könnte in einem weiteren Engagement in der Zukunft münden. „Von der SKW-Seite hat man mir signalisiert, dass man gerne längerfristig mit mir geplant hätte“, sagte Jahn vielsagend.
Von Robby Echelmeyer
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