
Die Fans dürfen sich am Wochenende wieder auf eine hitzige Partie zwischen dem SKW und den Ramblers freuen.
Windhoek – Im Rennen um die Meisterschaft 2007/08 sind noch zwei Mannschaften: der amtierende Meister, die „Civilians“, und Orlando Pirates. Doch auch dahinter geht es heiß her, denn für weitere drei Teams ist theoretisch noch die Vize-Meisterschaft möglich: Ramblers, Sportklub Windhoek und Black Africa, die gestern Abend das so genannte Alkoholspiel gegen African Stars nachgeholt haben (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor).
Ein Unentschieden reicht den „Piraten“ aus Katutura, um den Meistertitel perfekt zu machen. Doch ihr Gegner darf nicht unterschätzt werden. Die Mighty Gunners konnten im letzten Spiel den Titelanwärter Black Africa mit 4:0 vom Platz in Otjiwarongo fegen. Mit dem heimischen Publikum im Rücken werden die „Gunners“ den Pirates nicht schenken.
Das einfachere Los hat dagegen Civics gezogen. Die „Civilians“ werden in ihrem letzten Spiel auf die bereits abgestiegenen Fedics treffen. Der MTC/NFA-Pokal ist bereits in Khomasdal, doch die Civics können das „Double“ nur mit Schützenhilfe von Mighty Gunners bzw. bei einer Niederlage der Piraten perfekt machen und sich dann zum vierten Mal in Folge die Meisterschaft sichern. In jedem Fall sind Civics bei einem Sieg Vizemeister.
Viele Emotionen verspricht das „deutsche Derby“ zwischen dem SKW und den Ramblers. Beide Mannschaften standen in dieser Saison der Meisterschaft bereits ganz nahe, haben diese dann aber wieder meist durch eigenes Verschulden wieder aus den Augen verloren. Am schlimmsten wird es die Ramblers getroffen haben. Die Kicker aus Pionierspark, bestückt mit zahlreichen Nationalspielern, schafften es nicht, den zu Anfang guten Lauf fortzusetzten und spielen am Wochenende nur noch um den zweiten Platz. Auch der Trainerwechsel in der Rückrunde (AZ berichtete) hatte zum Leidwesen der Ramblers-Verantwortlichen keinen positiven Einfluss auf den Ausgang der Liga.
Beim SKW gelang es den Kickern um Trainer Richard Starke nicht, die über acht Spieltage gehaltene Tabellenführung bis zum Ende zu verteidigen. Ausschlaggebend war wohl die schlechte Torchancenverwertung der Spieler aus Olympia. Dieser Meinung ist auch SKW-Assistenztrainer Rolf Beiter: „Natürlich gehört auch ein wenig Glück dazu. Warum aber unsere Torjäger so eine Ladehemmung hatten und die Dinger da vorne nicht reingemacht haben, weiß ich auch nicht. Aber dies war schlussendlich ausschlaggebend für unsere derzeitige Platzierung“, so ein sichtlich enttäuschter Beiter im AZ-Gespräch. Der SKW geht mit nicht so rosigen Aussichten in das „Derby“. „Wir sind am Wochenende schwach besetzt: Einige unsere Spieler sind verletzt, unser Spielmacher Marco van Wyk muss eine Gelbsperre absitzen und Franz van Wyk kann wegen eines Autounfalls nicht mitspielen. Hinzu kommt, dass wir gegen Ramblers in einem offiziellen Spiel noch nie gewonnen haben. Es wird sehr schwer“, sagt Beiter, der wegen Personalmangels zusammen mit seinem Assistenztrainer-Kollegen Lucky Kakuva selbst auf der Reservebank sitzen wird.
Nachdem der Abstieg von Blue Waters und Fedics United bereits am vorletzten Spieltag besiegelt wurde, ist die Spannung aus den Partien der Mannschaften im Tabellenkeller raus. Alle Spiele finden am Samstag statt. Während Blue Waters gegen African Stars bereits um 13 Uhr antreten, werden alle anderen Partien um 15 Uhr angepfiffen.