
Eine Szene aus dem Spiel zwischen Namibia und England. Namibia musste sich schließlich mit 8:2 gegen die Spieler von der Insel geschlagen geben. Jedoch konnten das Team von Nationaltrainer Josh Blair gegen die Schweiz deutlich mit 5:2 gewinnen.
Windhoek/Philadelphia – In ihrem ersten Spiel der Gruppe A (bestehend aus Namibia, den Vereinigten Staaten, England, der Schweiz und Mexiko) traf das junge und noch unerfahrene namibische Team am Sonntag auf England. Die Mannschaft ging nicht besonders gut ins Spiel gegen den haushohen Favorit von der Insel. Schon zu Beginn der Partie musste die Abwehr extreme Anstrengungen vollbringen, um den anhaltenden Angriffswellen der Briten standzuhalten. Namibias Keeper Oliver Tors zeigte dabei eine solide Leistung und kassierte schließlich erst acht Minuten vor Schluss den ersten Treffer. Nur drei Minuten später klingelte es erneut im Kasten der Namibier. Doch nur 19 Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit konnte Namibias Kapitän Arne Rodenwouldt den Anschlusstreffer für seine Mannschaft erzielen.
Im zweiten Durchgang zeigten die Spieler von der Insel dann ihre wahre Klasse. In den ersten fünf Minuten konnten die Engländer gleich drei Mal ins gegnerische Tor treffen und erhöhten auf 5:1, bevor Kyle Weeks das 5:2 für sein Team landen konnte. Schließlich waren es aber die Engländer, die wieder das Spiel in die Hand nahmen und noch drei weitere Treffer erzielten. Somit ging die erste Partie der namibischen Mannschaft mit 8:2 verloren.
Im zweiten Spiel machten es die Schützlinge von Nationaltrainer Josh Bair besser. Ihr Gegner diesmal war die Schweiz. Das Spiel begann allerdings nicht so, wie die Namibier es sich erhofft hatten: Die Schweizer gingen nach nur neun Minuten in Führung. Das Unglück war aber noch nicht vorbei: Nachdem Rodenwoldt mit einem gegnerischen Verteidiger zusammen gestoßen war, musste der Kapitän verletzt vom Feld getragen werden. Für Rodenwoldt ist das Turnier voraussichtlich jetzt schon gelaufen. Doch dies schien die Mannschaft nicht zu verunsichern. Michael Falk konnte kurz darauf bereits den Ausgleich landen, ehe Dominic Denker zum Führungstreffer einlochte. Kurz vor der Halbzeit überwanden beide Teams nochmals den gegnerischen Keeper, wobei Gunnar Visser für Namibia und zum Halbzeitstand von 3:2 traf.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit erhöhten die Schweizer deutlich den Druck, scheiterten aber an der soliden Abwehr Namibias und dem Keeper Tors. Auf die Angriffe der Europäer antwortete Weeks mit einem Doppelpack für sein Land und markierte somit den Endstand von 5:2 für die Namibier.
Damit wurden wohl endgütig die Strapazen und Probleme bei der Anreise zu den Olympischen Jugendspielen vergessen gemacht: Nach dem stundelangen Flug waren die Schläger der namibischen Puckjäger am Flughafen von Philadelphia verloren gegangen.