
COSUA-Vorsitzender Kayele McBride Kambomba.
Windhoek - Durch die Pan-Afrikanische Initiative Koalition für Fanclubs aus Afrika (COSUA) sollen afrikanische Fans vom gesamten Kontinent mobilisiert werden, um vor allem den afrikanischen WM-Teilnehmern Beistand zu leisten und aus der ersten Fußball-WM in Afrika einen Erfolg zu machen.
Laut COSUA-Vorsitzendem Kayele McBride Kambomba verfolge man das Ziel, Fans aus allen 53 afrikanischen Länder zusammenzuführen, um vereint die afrikanischen WM-Teilnehmer zu unterstützen, egal ob das Land der jeweiligen Fans an diesem Wettbewerb teilnimmt oder nicht. Auch soll das Projekt eine Grundlage für die afrikanische Einheit bilden, die „für solch eine Veranstaltung sehr wichtig ist“, so Kambomba.
Als ersten Test für ihr Projekt sehen die Verantwortlichen der Koalition den Confederations-Cup im Juni 2009. Neben Gastgeber Südafrika wird auch Ägypten als „König Afrikas“ (Sieger des Afrika-Pokals) an dem Turnier teilnehmen. Rund 50000 Fans aus ganz Afrika (knapp 1000 aus jedem Land) sollen für den Cup mobilisiert werden. Die Kosten für die Reise sowie Unterkunft und Stadioneintritt sollen Kambomba zufolge von COSUA getragen werden, soweit das Budget erweitert werden kann. Sollte dies nicht der Fall sein, sollen die Fans nur ihre eigenen Reisekosten übernehmen, den Rest decke COSUA. „Mit unserem momentanen Budget können wir noch nicht alle Kosten decken. Doch ich bin zuversichtlich, dass noch mehr Geld kommen wird. Dann können wir auch alle Kosten decken“, verriet Kambomba im AZ-Gespräch, und weiter: „Sollte Südafrika es nicht schaffen, volle Stadien beim Confederations-Cup zu präsentieren, wird Afrika es nicht schaffen, wieder eine WM auszurichten.“ Die Fans sollen vor allem bei den Spielen Südafrikas und Ägyptens für volle Stadien sorgen. Der Kostenvoranschlag für die Umsetzung des Testprojekts beläuft sich momentan auf rund eine Milliarde US-Dollar, das Geld soll größtenteils von der Katota Holding Company in Südafrika, der südafrikanischen Regierung und anderen nicht genannten Privatunternehmen kommen.
Indes sollen für die WM 2010 gleich 100000 Fans (somit 2000 aus jedem Land) mobilisiert werden. Bis dahin will COSUA in vier Ländern – Namibia, Botswana, Mosambik und Südafrika – Unterkünfte für die anreisenden Fans schaffen. Kambomba zufolge soll für dieses Projekt bereits ein Budget von rund zwei Milliarden US-Dollar vorliegen. Wer genau wie viel Geld erhalten wird, ist nicht bekannt. Jedoch sollen die Bauarbeiten für das Megaprojekt in Mosambik bereits begonnen haben. In Namibia sollen in den Städten Windhoek, Swakopmund sowie Walvis Bay entsprechende Unterkünfte entstehen. „Wir wollen durch unser Projekt sicherstellen, dass nicht nur alle afrikanischen Spiele gut besucht sind, sondern dass die afrikanischen Länder volle Unterstützung erhalten“, so Kambomba. Wie auch für den Conferadtions-Cup sollen hier die Katota Holding Company in Südafrika sowie die südafrikanische Regierung zusammen mit anderen Privatunternehmen die Kosten tragen. Wann die restlichen Sponsoren namentlich genannt werden dürfen, konnte Kamboma nicht sagen. Jedoch teilte er mit, dass die Unterkünfte für den Confederations-Cup sowie für die WM bereits vorhanden seien. Unter anderem soll das Queen-Garden-Hotel in Johannesburg tausende Schlafplätze für COSUA-Mitglieder bereithalten.
Jeder Afrikaner könne Mitglied der Koalition werden. Interessierte müssen sich nur bei ihren nationalen Verbänden registrieren lassen, die, wenn sie der COSUA angeschlossen sind, ihren Mitgliedern eine COSUA-Mitgliedschaft verschaffen würde. Die Koalition vertraut bei ihren Projekten vor allem auf die geplante große Menschen- und Unterstützergruppe, von der sie sich die nötige Aufmerksamkeit bei diversen Unternehmen verspricht.
Offiziell soll COSUA in der ersten November-Woche von Südafrikas Präsident Thabo Mbeki vorgestellt werden. Zu diesem Anlass will Kambomba sechs bis sieben hiesige Journalisten mitnehmen, um bei dieser „historischen Veranstaltung“ live dabei zu sein. „2010 wird Afrikas Treffen mit dem Schicksal sein“, so Kambomba abschließend.