Windhoek – Ein zu spät vorgelegter Finanzplan ist offensichtlich der Grund für den Rückzug des namibischen U21-Hockey-Nationalteams vom Afrika-Pokal in Ägypten, der vom 11. bis 19. Juli in Kairo stattfindet. Die Namibische Sportkommission (NSC) bezog gestern Stellung zu dem umstrittenen Thema, nachdem der Namibische Hockeyverband (NHU) als Grund für seinen Rückzug aus dem Turnier angegeben hatte, die NSC habe nicht die nötigen und beantragten finanziellen Mittel bereitgestellt.
Rusten Mogane von der Namibischen Sportkommission bestätigte gestern, dass der Hockeyverband seinen Finanzbedarf in Höhe von 370267 Namibia-Dollar zwar beantragt, dies aber viel zu spät getan habe. Daher habe die NSC das Geld nicht mehr zur Verfügung stellen können, was den NHU um Rückzug veranlasst habe. Mogane zufolge seien alle namibischen Sportverbände dazu angehalten gewesen, ihren „Haushalt“ zwischen Juni und September des vergangenen Jahres vorzulegen, um Finanzmittel beziehen zu können. Der Hockeyverband habe dies jedoch erst im Januar 2008 getan. Trotzdem, so Mogane, habe die NSC aus ihren Rücklagen noch über 74500 Namibia-Dollar locker gemacht. Den Rest hätte der Hckeyverband selber beisteuern müssen, was ihm offensichtlich nicht möglich gewesen sei.
Mogane kündigte an, die Sportkommission werde sich schnellstmöglich mit dem Hockeyverband zusammensetzen, um den Konflikt aus der Welt zu schaffen.