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Vom 19.08.2009

Arend von Stryk sagt „Tschüss”: „Gerüchte aus dem Weg räumen“

© Arne Putensen
Der Stürmer Arend von Stryk hat seine aktive Karriere nun beendet.
Nach einer fast sechsjährigen Karriere bei der Fußballmannschaft des Sportklubs Windhoek (SKW) sagt der Stürmer und ehemalige Kapitän des Teams nun „Tschüss“ und verabschiedet sich aus dem aktiven Fußball.

„Die Entscheidung, mit dem Fußball aufzuhören, ist mir alles andere als leicht gefallen“, so ein sichtlich bewegter von Stryk. „Aber man muss wissen, wann es am besten ist.“ Nach seinem offiziellen Rücktritt aus dem aktiven Fußballgeschehen machten – wie es in Namibia nicht unüblich ist – zahlreiche Gerüchte die Runde. Die wirklichen Beweggründe des 20-fachen Nationalspielers blieben lange im Dunkeln. Nun schafft der 30-Jährige Klarheit: „In erster Linie hat es mit meiner Gesundheit zu tun. Ich habe mir bereits 2007 eine schwere Knieverletzung zugezogen, das darauffolgende Jahr ging es wieder. Anfang des Jahres kam dann der zweite herben Rückschlag – wieder muss das Knie dran glauben“, erklärte der 94Kilogramm schwere Stürmer. Zudem legten berufliche und private Angelegenheiten von Stryk Steine in Weg, wie er selber erkennen musste: „Ich hatte in den vergangenen Jahren wenig Zeit für meine beiden Kinder und meine Frau. Darüber hinaus wurde ich nun auch befördert und daher war es sicherlich die beste Entscheidung. Ich möchte gerne alle falschen Gerüchte aus dem Weg räumen und richtig ‚Tschüss‘ sagen“.
Beim Besuch des ehemaligen SKW-Kapitäns bei der AZ ließ von Stryk seine Karrieren-Highlights nochmals Revue passieren: „Meine 20 Länderspiele für die Brave Warriors waren natürlich etwas ganz besonders. Ich habe es leider nie ins Profigeschäft geschafft, aber die Auftritte im Nationaldress haben alles kompensiert“, so von Stryk. Ein besonders Ereignis war für den Stürmer auch der Aufstieg seines nun ehemaligen Vereins SKW im Jahre 2005. Nicht nur schafften es die Grün-Weißen im besagten Jahr, in die höchste namibische Spielklasse, die Namibische Premierliga (NPL), aufzusteigen, von Stryk steuerte mit 36 Treffern einen Großteil dazu bei. Auch 2006 hätte der SKW ohne seinen Stürmerstar wohl schlecht ausgesehen: 13 Tore erzielte von Stryk für den SKW im Kampf gegen den Abstieg.
Nun muss der Verein aus Olympia erneut ohne den 30-Jährigen auskommen. Insgesamt sechs Jahre lang – unterbrochen von einer halbjährigen Romanze mit den Ramblers – spielte von Stryk für das Team. Ganze 70 Liga-Tore erzielte der Stürmer – nun müssen es die Anderen richten. Von Stryk glaubt jedoch an sein Ex-Team: „Die kommende Saison ist wirklich sehr schwer einzuschätzen. Aber ich glaube, die Mannschaft hat das Zeug, ganze vorne mitzukicken. Das Ziel war es ja, bis 2010 Meister zu werden, das kann noch geschafft werden“, so von Stryk weiter, der gerne auf die Zeit unter Trainer und „Vaterfigur“ Richard Starke zurückblickt.
Dem Sport bleibt der 30-Jährige weiter treu. Jedoch wird der Ball bei seinem neuen Hobby nicht mit dem Fuß, sondern mit der Faust befördert. Das Runde muss nun nicht mehr ins Eckige, sondern über das Netz: Von Stryk hat den Faustball für sich entdeckt.
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